Extreme Teuerung

„Ein Viertel meiner Pension nur für Strom und Gas“

Viele Wiener müssen nun deutlich mehr an ihren Energielieferanten bezahlen. Bei „Krone“-Leser Thomas Primus fällt die Teuerung jedoch übermäßig stark aus. 

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Bei konstantem Verbrauch muss der Favoritener nun 474 statt 271 Euro im Monat für Strom und Gas hinlegen. Zusätzlich erhielt er eine Nachzahlung von 2714 Euro (im Vorjahr 515 Euro). „Zwei Viertel meiner Pension gehen in die Miete. Ein Viertel in Energie. Und das letzte Viertel ist für den Rest zuständig, der sich - egal wie man es dreht - nicht ausgeht“, so Primus.

Die Energiezuschüsse von Bund und Stadt Wien hält er für völlig unzureichend. „Die Politik treibt uns in die Schuldenfalle. Motto: absahnen und Almosen vergeben“, wettert der 63-Jährige.

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Die Politik treibt uns in die Schuldenfalle. Wobei der Staat und etliche Großfirmen wie die Energieversorger sich dumm und dämlich verdienen.

Pensionist Thomas Primus (63)

Kostenexplosion wegen Tarifs
Die Wien Energie erklärt die Kostenexplosion bei Herrn Primus mit dem Float-Tarif. Heißt: Der Tarif passt sich automatisch und monatlich an die aktuellen Marktpreise an. Was früher oft vorteilhaft war, ist jetzt zum massiven Nachteil geworden. „Insbesondere seit letztem Herbst schlagen bei diesem Tariftyp die massiven Marktverwerfungen durch“, sagt eine Unternehmenssprecherin und bietet Ratenzahlungen an.

Kunden mit längerfristiger Preisbindungsfrist (Optima-Tarif) hätten „nur“ um 18 Prozent (Strom) bis 22 Prozent (Gas) mehr zu berappen, heißt es. Ein Tarifwechsel sei jederzeit möglich.

Einige Spartipps der Wien-Energie

  • LED-Birnen statt alter Glühlampen
  • Weniger Heizen (ein Grad Celsius weniger spart sechs Prozent Energie)
  • Wohnung abdunkeln statt Klimaanlage
  • Warmwasser reduzieren: Energiespar-Duschkopf oder -Wasserhahn einbauen
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