Einen Tag vor dem Vorbereitungsstart verpflichtete die Admira mit Roberto Pätzold einen neuen Trainer. Der 42-Jährige Deutsche gilt als Entwicklungscoach, hat aber kaum Erfahrung im Profibereich. Die Admira setzt gewissermaßen auf Berliner Mundart.
Gut Ding braucht Weile - Teil zwei dieses Sprichworts trifft haarscharf auf die Trainersuche der Admira zu, Teil eins muss erst den Beweis antreten . . .
. . . gestern stieg jedenfalls weißer Rauch aus der Südstadt auf, verkündete Sportdirektor Marcel Ketelaer die Verpflichtung von Roberto Pätzold als Chefcoach, ausgestattet mit einem Zweijahresvertrag. Die wie erwartet deutsche Lösung, nachdem Lafnitz-Coach Philipp Semlic abgesagt hatte. Pätzold? Hierzulande nur Insidern ein Begriff. 42 Jahre alt, Berliner, seit 2015 im Nachwuchs von Ingolstadt tätig, ehe er zu Beginn der letzten Saison die Chance als Trainer in der zweiten Bundesliga erhielt. Nach acht Partien mit nur einem Sieg und einem Remis war wieder Schluss - Ingolstadt stieg am Ende dieses Spieljahres in die Drittklassigkeit ab . . .
„Viel Erfahrung im Entwicklungsbereich“
Man ist geneigt zu sagen, dass Pätzold somit von einem Absteiger zum anderen wechselt. Kein ideales Bild, doch Ketelaer und Admiras Technischer Direktor Jochen Seuling sind von ihrem Landsmann überzeugt. „Er hat viel Erfahrung im Entwicklungsbereich, passt zu uns“, sagt Ketelaer.
Heute ist Trainingsstart. Mit Pätzold und vielen Akademie-Spielern. „Aber es werden noch einige Gestandene dazustoßen.“ Stephan Zwierschitz ist ein heißer Kandidat . . .
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