Ich bin mir sicher, dass einige Spieler zum Ende einer langen Saison abgesagt hätten, wäre Österreich nicht aus dem ersten Topf gelost worden und hätte mit Ralf Rangnick nicht einen neuen Teamchef samt großem Namen.
So aber ist das Mammutprogramm mit vier Spielen gegen große Nationen reizvoll. Dazu gehört auch der erste Gegner Kroatien als Vize-Weltmeister, den die Mischung aus feiner Techniker, Aggressivität und Schlitzohrigkeit ausmacht.
Es ist erstaunlich, wie lange Luka Modric Nationalspieler ist. Ich kann micherinnern, wie er sein erstes großes Turnier 2008 gespielt hat, als ich bei der Heim-EURO Assistent von Josef Hickersberger war.Im Auftaktspiel hat er schon nach vier Minuten einen Elfer verwandelt und damit alle taktischen Überlegungen über den Haufen geworfen. Die Kroaten zogen sich daraufhin zurück, uns fehlten die spielerischen Mittel, die 0:1-Niederlage war ein großer Dämpfer.
Inzwischen haben sie viel mehr Spieler in ausländischen Ligen, daher ist die Qualität noch einmal größer. Aber das trifft auch auf unser Team zu.
Und Modric, der eine Topkarriere hingelegt hat, ist mehr denn je Schlüsselfigur. Stark am Ball, super Übersicht. Vom Typ her ein kleiner Spanier wie Xavi und Iniesta. In Österreich erinnert mich der ehemalige Salzburger Christoph Leitgeb an Modric.
Kroatien ist ein richtig schwerer Testgegner, gegen den sich Rangnick einen ersten guten Eindruck verschaffen kann.
Andreas Herzog
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.