"Hatte ich nie vor"

Kienzl: Warum man Sturm verlässt und nach Vaduz geht

Fußball
04.07.2011 11:28
Ein rot-weißes Vereinswappen, dazu ein tiefroter Heim-Dress - und das für einen, in dessen Adern eigentlich schwarzes Blut fließt. Bisher gab's für Mario Kienzl nämlich nur einen Klub, den SK Sturm Graz. Seit seinem 14. Lebensjahr geigte er bei den "Blackies", wurde Kapitän, mit seinem Klub Cup-Sieger und jetzt Meister. Doch das ist alles Vergangenheit - jetzt schnürt "Kienzi" für den roten FC Vaduz in der Schweizer Challenge League die Schuhe.

Statt Titelkampf in Österreich also Aufstiegskampf in der Schwyz - statt Hexenkessel in Liebenau, 800 Zuschauer im Rheinpark. Warum das? Eine Frage, die der 27-Jährige in letzter Zeit oft hörte. "Jeder weiß, wie gerne ich bei Sturm war. Ich hab ja nie vorgehabt, jemals wegzugehen. Aber letztlich haben wir uns eben nicht über einen neuen Vertrag einigen können - und deshalb hab ich mich nach Alternativen umschauen müssen."

Kienzl: "In Österreich kein anderer Klub"
Schnell kam das Angebot aus Liechtenstein - "und da es in Österreich für mich keinen anderen Klub gibt, waren wir uns schnell einig." Mit Trainer Eric Orie, Mario Sara oder Ex-Lustenau-Bomber Sabia gibt's viele Spieler mit Österreich-Bezug. "Mein Ziel ist natürlich der Aufstieg, das wird aber bei einer Konkurrenz wie St. Gallen oder Bellinzona schwierig." Ernst wird es erstmals am 14. Juli - da kämpft der 40-fache Pokalsieger gegen Novi Sad in der Quali zur Europa League.

Johnny Ertl mittlerweile in dritter englischer Liga
Auch Johannes Ertl verließ Sturm - allerdings schon vor fünf Jahren. Heuer startet er mit Sheffield United in seine bereits vierte Saison auf der Insel - nach dem Abstieg erstmals als Drittligist. "Trotzdem, wir sind ein schlafender Riese", ist der Verteidiger überzeugt. Über 13.000 verkaufte Dauerkarten liefern hierfür ein starkes Argument.

Nach seinem Kreuzbandriss nimmt Johnny den Trainingsstart unter Danny Wilson (sein vierter Manager in einem Jahr United!) schaumgebremst in Angriff. "Ich hoffe, ich kann im Oktober spielen." Da wartet dann das absolute Saison-Highlight: "Steel-City-Derby" gegen Wednesday vor 40.000 Zuschauern.

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