11.05.2022 08:19 |

Weltpremiere

Range Rover Sport: Brite mit deutschen Tugenden

Land Rover schickt nach dem Range Rover das nächste SUV in seine dritte Generation: Im Fall des Range Rover Sport ist es die dritte.

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Vor etwas mehr als 50 Jahren vereinte Land Rover zwei scheinbar unvereinbare Elemente und stellte mit dem Range Rover eine vollkommen neue Kategorie von Geländewagen vor. Bis 1970 waren nur die robusten Geländegänger (später Defender genannt) unterwegs gewesen, wurden bei Bedarf auch als Traktor-Ersatz eingesetzt, und der einzige Luxus bestand in gepolsterten Sitzen und einer Heizung. Dann kam der Range Rover und vereinte Komfort, Luxus und Geländetauglichkeit. Vor 17 Jahren brachten die Kreativen im britischen Gaydon dann mit dem Range Rover Sport zusätzliche Dynamik in das Segment, und die Kunden griffen begeistert zu. Bis heute haben sie mehr als eine Million Exemplare.

Jetzt geht die dritte Generation des „Sportlers“ an den Start, und auch diese Baureihe, verspricht Sprecher Christian Löer, „besitzt die DNA von Land Rover“. Die ersten Modelle werden gegen Ende des Sommers ausgeliefert. Verpackt sind die Eigenschaften in einem muskulösen Design, das bereits im Stand die dynamischen Eigenschaften deutlich machen soll. Kurze Überhänge vorne und hinten, gepaart mit einem großzügig dimensionierten Radstand und einer zum Heck hin abfallenden Dachlinie scheinen dem Betrachter zu sagen: „Ich bin nicht zum Spielen hier.“

Brite mit deutschen Tugenden
„Bei den Spaltmaßen haben wir großen Wert auf Präzision gelegt“, erklärt Exterieur-Designer Jez Waterman. „Gleichzeitig wollten wir den Charakter eines Range Rover erhalten.“ Die Frontpartie wird von drei horizontalen Elementen dominiert, eine von der Front bis zum Heck verlaufende Linie bringt zusätzlichen Schwung. Dank der ausfahrenden Türgriffe wird die glatte Silhouette nicht gestört. Am Heck schließlich endet die Schulterlinie in einem integrierten Spoiler. Die Detailarbeit hat sich gelohnt. Der Range Rover Sport erreicht einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,29.

Im Innenraum werden die Kunden von hochwertigen Materialien empfangen, bei deren Auswahl die Nachhaltigkeit im Vordergrund stand. Natürlich steht edles Leder noch immer auf der Ausstattungsliste, doch daneben kommen auch „vegane“ Materialien aus wiederaufbereiteten PET-Flaschen zum Einsatz. „Unsere technischen Materialien erreichen Qualitäten wie das klassische Leder. Wir haben bei der Materialauswahl vor allem auf Nachhaltigkeit geachtet“, erklärt die für die Materialauswahl verantwortliche Siobhan Hughes. Die modernen Materialien ermöglichen auch „versteckte Lautsprecher“, die hinter den Türverkleidungen ihre akustischen Eigenschaften zeigen können. Die Sitze lassen sich ganz nach den individuellen Wünschen der Kundschaft einstellen und die Instrumente einschließlich des 13 Zoll messenden zentralen Monitors sind übersichtlich angeordnet. Das gilt auch für die verbliebenen Schalter und Regler.

Hinterräder lenken stark mit
Zur Serienausstattung gehört die neu entwickelte dynamische Luftfederung, die zum ersten Mal mit einem einstellbaren Volumen ausgerüstet ist und sich mittels der Verbindung zum Navigationssystem auf die Fahrbahneigenschaften vorbereiten kann. Das adaptive Fahrwerk Dynamics 2 prüft 500-mal pro Sekunde den Untergrund und liefert so Impulse zur optimalen Einstellung der Dämpfer. Bei zügiger Fahrt unterstützen die Allradlenkung, das Torque Vectoring by Braking und das elektronische aktive Sperrdifferenzial den Piloten bei Kurvenfahrten. Die Hinterräder können dabei einen Lenkwinkel von bis zu 7,3 Grad erreichen. Auf Wunsch gibt es außerdem das „Stormer“-Handlingspaket.

Die Kraftübertragung übernimmt die Acht-Stufen-Automatik von ZF samt intelligentem Allradantrieb iAWD, der ständig analysiert, wie viel Traktion gerade wo verlangt wird und die Systeme entsprechend einstellt. Beim Ausflug ins Gelände kommt die Weiterentwicklung des „Terrain Response 2“-Systems zum Einsatz, mit dem das Fahrzeug den unterschiedlichen Untergründen bis zu Fahrten über Felsen angepasst werden kann. Neu ist ein adaptiver Tempomat für Geländefahrten, der im Range Rover Sport seine Premiere feiert.

Auch wenn sich die wenigsten Kunden in wirklich schweres Gelände wagen werden, so ist es doch beruhigend zu wissen, dass der Range Rover Sport 45 Grad steile Steigungen bewältigt.

V8 bleibt im Programm
Auch ein Sportler muss sich der neuen Zeit beugen und deshalb kommt beim Range Rover Sport jetzt auch ein Plug-in-Hybrid-Antrieb zum Einsatz, der zusammen mit einem Sechszylinder 510 PS leistet und eine elektrische Reichweite von 88 Kilometern ermöglichen soll. In einer schwächeren Variante stehen 440 PS bereit. An der Spitze der Modellpalette steht der aktuell bei der Kundschaft äußerst beliebte 4,4 Liter große V8, der 530 PS leistet und den Sport in 4,5 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigt. Die Motorenpalette wird von mild hybridisierten Sechszylinder-Benzinern und Dieselaggregaten abgerundet. In zwei Jahren wird zudem ein vollelektrischer Range Rover Sport auf den Markt rollen.

Die Preisliste für den neuen Range Rover Sport beginnt in Österreich auf Benzinerseite bei 101.042 Euro für den schwächeren Plug-in-Hybrid Range Rover Sport P440e S, auf der Dieselseite bei 109.099 Euro für den D250 SE.

Walther Wuttke, cen

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