Traumjob Minister? Die Politik in Österreich entscheidend prägen dürfen, wichtige Weichen stellen, etwas bewegen können. Dafür müssten sich doch die Besten der Besten finden lassen ...
Die Realität - sie sieht anders aus. Gleich zweimal ging Bundeskanzler Karl Nehammer am Dienstag bei seiner Pressekonferenz zur Regierungsumbildung darauf ein, wie sehr die beiden zurückgetretenen Ministerinnen Köstinger und Schramböck „Anfeindungen, Häme und Spott“ ausgesetzt gewesen seien. Es sei sichtbar geworden, „wie heftig und untergriffig der Job als Minister, die Berufung, als Minister dienen zu dürfen, jetzt mittlerweile auch in Österreich sein kann“.
Tatsächlich zielt die Kritik an Politikern, besonders an Regierungsmitgliedern, in den sozialen Medien oft weit unter die Gürtellinie. Dazu kommt viel Schelte aus den Medien sowie aus den Reihen der politischen Mitbewerber. Und - am schmerzhaftesten - von den sogenannten „Parteifreunden“.
Kein Wunder, wenn sich immer öfter qualifiziertes Personal „Minister? - Nein danke!“ denkt und sagt.
Längst ist so ein Teufelskreis entstanden: Für die Regierung finden sich immer wieder nur zweit- oder drittklassige Besetzungen. Auf diese Ministerinnen und Minister ergießt sich sodann oft berechtigte Kritik. Das wiederum schreckt potenzielle Minister-Kandidaten erst recht ab.
Dabei würden wir die Besten der Besten benötigen. Gerade in Krisenzeiten wie diesen!
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