Perser würdigen Bono
Starb bei Frauenbewegung: U2 widmet Iranerin Song
Die irische Rockband U2 sorgt mit ihrer jüngsten EP „Days of Ash“ für Aufsehen: Ein Song ist einer jungen Iranerin gewidmet, die bei der Frauenbewegung 2022 ums Leben kam.
Der Titel „Song of the Future“ erinnert an die 16-jährige Sarina Esmailsadeh. Offiziell hieß es damals, sie habe sich das Leben genommen. Angehörige reagierten darauf empört – sie sprachen von Polizeigewalt und dass sie mit einem Schlagstock getötet worden sei.
In Windeseile ging die Widmung an Sarina im Iran viral. Das Lied solle Sarinas freien Geist sowie das Versprechen und die Hoffnung ihres kurzen Lebens einfangen, schrieb die Band dazu auf der Plattform X.
Wegen sichtbarer Haarsträhnen festgenommen
Die Frauenbewegung wurde durch den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini ausgelöst. Die 23-Jährige war in Teheran von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil Haarsträhnen unter ihrem Kopftuch zu sehen waren. Kurz darauf schied sie im Polizeigewahrsam aus dem Leben. Laut offiziellen Angaben starb sie eines natürlichen Todes. Kritiker hingegen behaupten, sie sei von der Sittenpolizei getötet worden.
Daraufhin brachen im Herbst 2022 die schwersten Proteste seit Jahrzehnten aus. Die Sittenpolizei im Iran ging rigoros dagegen vor, die Justiz ließ mehrere Demonstranten hinrichten. Die Bewegung zeigte dennoch Wirkung. Seither verzichten viele Iranerinnen auf das obligatorische Kopftuch. Auch ein neues Gesetz im Parlament und strenge Strafen konnten an ihrer Haltung nichts ändern.









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