Dicke Luft vor dem spanischen Liga-Hit zwischen Atletico Madrid und Real Madrid am Sonntag: Atletico weigert sich offenbar, den „Königlichen“, die den Gewinn des 35. Meistertitels bereits fixieren konnten, Spalier zu stehen.
Eines gleich vorweg: Ein sogenannter „Pasillo“ ist nicht verpflichtend. Doch aus einer anerkennenden Geste von Athletic Bilbao gegenüber dem damaligen Meister Atletico Madrid in den 1970er-Jahren entstand eine gewisse Tradition, bei der man dem vorzeitig feststehenden Meister Respekt zollen soll.
Das ist natürlich besonders brisant, wenn zwei Rivalen aufeinander treffen. So auch am Sonntag. Dann duelliert sich Atletico mit Real. Der Klub von David Alaba steht bereits als Meister fest, einen Spalier von Atletico wird es jedoch wohl nicht geben.
Die spanische Nachrichtenagentur EFE zitiert eine nicht namentlich genannte Quelle bei Atletico: „Einige Leute wollen das, was als Geste der Anerkennung für den Meister geboren wurde, in einen öffentlichen Tribut verwandeln, der von den Rivalen zu entrichten ist und mit einem Hauch von Demütigung behaftet ist. Atletico wird sich unter keinen Umständen an diesem Versuch der Verhöhnung beteiligen, bei dem die wahren Werte des Sports völlig in Vergessenheit geraten und der zu Spannungen und Konfrontationen zwischen den Fans führt.“ Deutliche Worte ...
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.