01.05.2022 09:00 |

Es geht um armen Hund

„Engel aus der Steiermark“ bittet selbst um Hilfe

Sie wird von allen, die ihr dankbar sind - und das sind viele -, „Engel aus der Steiermark“ genannt. Alena Seidl hat schon 60 Frauen und Kindern aus der Ukraine geholfen. Ganz viel eigenes Geld gespendet. Und sie liebt Tiere.

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Unsere Leser kennen Alena (da noch unter dem Nachnamen Amschl) schon aus diversen Berichten - die Frau hat einfach Unglaubliches geleistet. Unter ihren Fittichen haben es 60 Mütter und Kinder aus der Ukraine ins sichere Ausland geschafft. Acht Lastwagen hat sie schon mit Hilfsgütern befüllt und auf die Reise ins Kriegsgebiet geschickt. Und viel Erspartes dafür verwendet.

„Weil man die Augen nicht zumachen kann, wenn man das Elend sieht“, sagt Alena. „Wenn du Mütter am Straßenrand zusammenbrechen siehst. Mit dem Baby im Arm, weil sie vor lauter Erschöpfung die wenigen Meter, die sie von der sicheren Grenze trennen, nicht mehr schaffen. Ein Elend.“

Dass sie „Engel aus der Steiermark“ genannt wird, sieht sie mit Demut und Dankbarkeit, „aber das ist nicht mein Anspruch. Und ich bin ja nicht alleine tätig! Ganz viele Menschen um mich herum und aus Eggersdorf machen diese Hilfsaktionen überhaupt möglich!“

Alena ist gebürtige Slowakin, spricht sieben Sprachen, ist als Geschäftsfrau mehr als erfolgreich, sieht sich als „Weltenbürgerin“. Dass sie jetzt dennoch in Eggersdorf heimisch wurde, ist der Liebe zu einem Steirer geschuldet. Seit 8. März heißt sie statt Amschl Seidl. Aha, geheiratet am Weltfrauentag! „Aso, ist er das? Nein, an dem Tag starb ,Hachiko’, jener Hund, der seinem Herrl so treu zur Seite gestanden ist. Viele kennen ihn aus dem Richard-Gere-Film. Dieser Hund steht für Loyalität, bedingungslose Liebe und Treue. Alles, was ich mir für meine Ehe wünsche.“

Und das erklärt auch ihre zweite Passion neben der Liebe zum Menschen - die zum Tier. Und ihr ganz großes Anliegen, das sie an die „Steirerkrone“-Leser richtet. „Ich musste einfach einen Hund aus der Tötungsstation in der Slowakei holen! Er hat keinem irgendwas getan, er ist noch so jung - und sollte einfach sterben, weil seine Besitzer seiner überdrüssig wurden. Mein Herz hat geweint.“

Für „Leon“ wird bester Platz gesucht

Jetzt wird der verschreckte Schäfer/Labradorhund, der vermutlich auch misshandelt wurde, in einer Tierpension aufgepäppelt. „Ich suche für ihn den allerbesten Platz, mit viel Geduld, ganz viel Liebe“, so Alena Seidl, die ihm selbst (sie hat bereits Hunde aus dem Tierschutz) schlicht kein adäquates Zuhause geben kann.

Ein Engel für Menschen. Und einer für Tiere. Wer ernsthaftes Interesse hat: Tel.: 0 664/88 729 205.

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