Peter Obritzberger, der bisherige Chefcoach und sportliche Leiter, hat sich am Dienstag mit dem aktuellen Tabellenvierten über eine einvernehmliche und sofortige Trennung geeinigt. Der Vertrag mit dem alten Feldherren, der erst 2010 nach 15 Jahren als Nachwuchs-Trainer Rapids geholt wurde, wäre noch zwei Jahre gelaufen. "Ich verstehe den Verein, aber ich wollte nicht in die zweite Reihe treten, auch wenn ein Toni Polster kommt", sagte der 42-jährige A-Lizenz-Trainer, der nicht im Groll Platz machte.
Polsters Ziel: Trainer in der Bundesliga
Stichwort Platz: Der war auch einer der Gründe, dass sich Polster für die Wiener Viktoria entschied. Weil in den oberen Ligen für ihn als Trainer noch kein Platz sei, habe er sich schon vor einigen Monaten entschieden, der derzeit in der Oswaldgasse beheimateten Viktoria in beratender Funktion zu Verfügung zu stehen. Jetzt wurde mehr daraus. "Ich wurde gefragt und wollte nicht länger warten", sagte Polster, der im November 2010 vorzeitig die LASK Juniors verlassen hatte, und fügte hinzu: "Ich will Trainer in der Bundesliga werden!"
Er möchte es allen beweisen, konzentriert sich voll auf seine neue Aufgabe. "Vorstandspräsident Roman Zeisel hat ein Konzept und Ambitionen. Der große Traum ist es, den alten Wacker-Platz in der Rosasgasse zu revitalisieren bzw. ein neues Stadion zu errichten", verriet Polster und kündigte an, den Viktoria-Nachwuchs zu forcieren. "Vorausgesetzt, es lässt sich finanziell vereinbaren, wäre es schön, wenn wir in zwei Jahren in die Landes- oder Regionalliga Ost aufsteigen", nannte der prominente Trainer seine sportlichen Visionen.
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