In der Politik muss oft verhandelt werden. Am Schluss stehen dann meist „Pakete“: Reformpakete wie das Anti-Terror-Paket oder das Schulautonomiepaket. Maßnahmenpakete wie etwa das Steuerentlastungspaket oder das Corona-Hilfenpaket. Zuletzt hat die Regierung ein vier Milliarden Euro schweres Energiepaket geschnürt. Wenn die Opposition erklärt, dieses Paket sei „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, und sogar die Wirtschaftskammer bemängelt, die beschlossenen Maßnahmen seien „bestenfalls ein erster Schritt“, dann kann man sich das Feuer am Dach ungefähr vorstellen.
Der Ukraine-Krieg und die beispiellosen Sanktionen gegen Russland haben die Preise für Öl und Gas hochgetrieben und dadurch auch die Inflation angeheizt. Im Februar lag sie auf einem Rekordhoch von 5,9 Prozent. Für Verbraucher sind die Folgen deutlich spürbar - vor allem Weizen, Mais und pflanzliche Öle kosten mehr, auch Milchprodukte und Fleisch sind deutlich teurer geworden.
Hilfsorganisationen sprechen bereits von einer neuen Armut. Viele Menschen - Geringverdiener, Alleinerziehende und Mindestpensionisten - sitzen in unterkühlten Wohnungen, weil sie sich das Heizen nicht mehr leisten können. Von den steigenden Mietpreisen ganz zu schweigen.
Wir alle zahlen einen hohen Preis für diesen Krieg. Die Menschen in Österreich und in Europa mit ihrem hart verdienten Geld, die Ukrainerinnen und Ukrainer mit dem Verlust ihrer Heimat oder sogar mit ihrem Leben.










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