Nur Handtasche dabei

Tierarzt nahm Flüchtling mit zwei Hunden auf

Nach einer langen, dramatischen Flucht aus der Ukraine fand Elvira mit ihren beiden Hunden bei Tierarzt Leopold Pfeil in Steyr ein sicheres Zuhause. Als Gepäck konnte sie lediglich eine kleine Handtasche mitnehmen. Ihr Ehemann und Sohn durften die Ukraine nicht verlassen: sie sind noch im Kriegsgebiet.
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„Uns ist bewusst, dass noch viel mehr Hilfe für die Vertriebenen aus der Ukraine notwendig ist“, zeigt sich Leopold Pfeil großzügig. Der Seniorchef der Tierklinik Steyr hat erst vor kurzem der geflüchteten Elvira einen Unterschlupf und ein sicheres Zuhause zur Verfügung gestellt. Vermittelt hat den Kontakt Margarita Morgun, eine seit vielen Jahren in Steyr lebende ukrainische Radiologin. Aus Wien holte Morgun die 57-jährige Flüchtige ab und brachte sie bei ihrem Freund in der Tierklinik in Steyr unter.

Personalwohnung schnell eingerichtet
„Die Personalwohnung stand leer, wir wollten sie eigentlich heuer renovieren. Diesen Plan haben wir jetzt aber gestoppt. Wir haben die Wohnung schnell eingeräumt und mit dem Nötigsten ausgestattet“, schildert Pfeil. „Man glaubt gar nicht was man an einem Tag alles braucht, wenn man gar nichts mehr hat. Das fängt schon bei einer Kaffeetasse an“, so der Tierarzt. Denn Elvira ließ ihr ganzes Hab und Gut zurück, flüchtete lediglich mit einer Handtasche und ihren beiden Hunden. Ehemann und Sohn durften das Kriegsgebiet nicht verlassen, mussten in der Ukraine bleiben.

Freundin hilft als Dolmetscherin
„Die ersten zwei Tage war sie verständlicherweise komplett erschöpft“, weiß Pfeil. Die Kommunikation erfolgt in den meisten Fällen über die befreundete Radiologin. „Das ist alles nicht ganz so einfach. Gesundheitlich geht es ihr und den beiden Hunden aber zum Glück gut“, freut sich Pfeil.

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