02.03.2022 17:45 |

Es geht wieder los

Vorsichtig, aber doch: Die Rückkehr der Weltstars

Die Corona-Zahlen steigen und die Lage ist noch unsicher, aber ab diesem Samstag, 5. März, fallen zahlreiche Beschränkungen und die Tore zu den internationalen Top-Stars öffnen sich langsam. Wir haben mit Ewald Tatar (Barracuda Music) und Filip Potocki (Arcadia Live) die derzeitige Aufbruchsstimmung ergründet und blicken auf das Konzertcomeback im März 2022.

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Auch wenn die Corona-Zahlen hierzulande wieder auf Rekordhöhen schnellen, fallen in der Nacht von Freitag auf Samstag so gut wie alle Einschränkungen für den Kulturbereich. Wien bleibt vorsichtiger, so viel ist klar. Allerdings ist noch immer nicht genau festgelegt, wie vorsichtig Bürgermeister Ludwig vorgehen wird. Auf die ersten großen Highlights dürfen sich Pop-, Rock- und Jazzfans aber trotz zahlreicher Absagen freuen.

Rückkehr der Topstars
Am 7. März kommt der Grammy-nominierte, kubanische Jazz-Pianist Omar Sosa in die Sargfabrik, am 8. März lädt Ina Regen unter dem Motto „SIE - Ungewöhnlich selbstverständlich“ zum internationalen Frauentag ins Konzerthaus, am 9. März verzückt der kanadische Electro-Musiker Caribou im Wiener Gasometer. Dort spielt zwei Tage später auch die Schottin Amy Macdonald. Im weiteren Verlauf des Monats werden u. a. auch Metronomy (14. März, Gasometer), Jamie Cullum (22. und 24. März, Konzerthaus), Zoe Wees (29. März, Szene) oder auch einheimische Acts wie Buntspecht (22. März, Arena), Son Of The Velvet Rat (ab 15. März immer dienstags im Rhiz) und Folkshilfe (26. März, Arena) in Wien auftreten. Ein durchaus adäquates Angebot und definitiv eine erste Rückkehr internationaler Weltstars.

„Den Leuten werden wieder mehr Perspektiven und Sicherheiten geboten“, erzählt uns Barracuda-Music-Chef Ewald Tatar, „und das spüren wir auch bei den steigenden Vorverkaufszahlen. Wir spüren rundum eine Aufbruchsstimmung, die sich hoffentlich weiterzieht.“ Für einen Wiener Sonderweg hat er nur bedingt Verständnis. „Man will die Bedingungen doch sicher genau so haben, wie in Restösterreich. Die Fakten und Zahlen werden dem Thema in den nächsten Wochen einen positiven Schub geben, davon bin ich überzeugt. Ich würde mir ein Konzert, wo ich die ganze Zeit eine Maske tragen muss, zehnmal überlegen.“

Von den Nachbarn abhängig
Auch Filip Potocki, Kopf des Veranstalters Arcadia Live (Metastadt Open-Airs) ist froh, dass es endlich losgeht. „Bei uns endet endlich die Kurzarbeit und endlich sehe ich alle Kollegen wieder im Büro. Wir sind natürlich alle vorsichtig und es fehlen die Details, aber die Vorfreude ist wirklich groß.“ Ein kleines Land wie Österreich ist freilich von den großen Nachbarn abhängig. Deutschland öffnet ab 20. März in großem Maße, aber auch dort droht ein Maßnahmenfleckerlteppich. Ohne große Kernländer gibt es aber auch keine großen Tourpakete. „Davon sind wir natürlich abhängig. Aber sehr viel geht schon über die osteuropäischen Länder, wobei dort natürlich nicht absehbar ist, wie es mit dem Krieg in der Ukraine weitergeht.“

Eine wichtige Frage ist auch, ob sich die Menschen schon sicher genug fühlen, um sich eventuell maskenlos in ausverkaufte große Arenen zu stellen. Tatar: „Ich nehme an, dass wir einen Anpassungsprozess haben werden. Ich war letzte Woche in London und dort war es so, als würde es Corona nicht mehr geben. Die Leute akklimatisieren sich so weit wie möglich an die Normalität und haben wieder Spaß an der Sache. Das hat man letzten September bei unserem ,Nova Rock Encore‘ gesehen, obwohl das auch noch mitten in der Pandemie war.“

Unsichere Personallage
Abseits des Sicherheitsaspekts für die Besucher bleibt auch die Frage nach dem Personal. Gerade im Bereich Bühnentechnik, Stage Hands etc. gab es durch Corona über die letzten zwei Jahren einen gewaltigen Aderlass - und zwar weltweit. „Es ist sicher noch Arbeit nötig, um die entsprechende Personalzahl zu erreichen, aber auch dort tut sich einiges.“ Potocki fügt hinzu, dass Arcadia früh genug reserviert hätten und macht sich diesbezüglich weniger Sorgen. „Das Ganze wird relativ flott wieder auf ein gewisses Niveau kommen. Es geht aber auch nicht nur ums Personal, sondern auch ums Material. So weit es möglich war, haben wir aber vorab geplant.“

Die große Hoffnung auf einen wirklich normalen Konzertbetrieb setzen die beiden Großveranstalter in die Sommermonate. Die Metastadt Open Airs in Wien, als auch das Nova Rock im Burgenland und das Frequency in St. Pölten könnten so stattfinden, wie es zuletzt 2019 der Fall war - in der alten Normalität. „Es geht sicher um Themen wie Abstand und Desinfektion, aber man kann es ohnehin nicht prophezeien“, so Potocki, „wir alle haben in den letzten zwei Jahren gelernt, dass das Kaffeesudlesen nicht möglich ist.“ Noch ist längst nicht klar, wohin die Reise geht, aber die ersten Schritte sind getan. Auf ein symptomfreies Comeback. Unter www.oeticket.com gibt es alle Events, Infos und Karten für die Konzerthighlights im März.

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