01.03.2022 13:32 |

Keine Konten im Westen

Kreml denkt weiterhin nicht an einen Kurswechsel

Obwohl die Sanktionen westlicher Staaten Russlands Wirtschaft enorm unter Druck setzen, denkt der Kreml offenbar nicht daran, einzulenken. Es gebe zwar Verhandlungen mit der Ukraine, aber keine Pläne für Gespräche der beiden Präsidenten, so Kreml-Sprecher Dimitri Peskow (siehe Bild oben) am Dienstag. Er wies zudem die Vorwürfe zurück, dass Russland bewusst zivile Ziele in der Ukraine angreife.

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„Wahrscheinlich denken sie, dass sie uns mit Sanktionen zwingen können, unsere Position zu ändern“, sagte Peskow zu neuen Strafmaßnahmen, von denen er auch persönlich betroffen ist. „Es ist offensichtlich, dass davon keine Rede sein kann, niemand wird seine konsequente Position ändern.“

Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin fügte hinzu: „Wir haben kein Vermögen im Westen, wir haben keine Konten im Westen, bestrafen Sie uns, das ist nicht schlimm.“

Weitreichende EU-Sanktionen
Die EU hatte am Montagabend Sanktionen gegen Oligarchen und andere Menschen aus Putins Umfeld in Kraft gesetzt. Damit werden unter anderem ihre Vermögenswerte in der EU eingefroren. Zudem wird ihre Reisefreiheit eingeschränkt.

Selenskyj weiter „Präsident der Ukraine“
Kremlsprecher Peskow bekräftigte am Dienstag, dass Moskau den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weiter als rechtmäßigen Staatschef des Nachbarlandes ansehe. „Ja. Das ist der Präsident der Ukraine“, sagte Peskow. Der Regierung in Kiew hingegen wirft der Kreml immer wieder vor, aus „drogensüchtigen Nationalisten“ zu bestehen.

Putin sei bereits über den Stand der am Montag aufgenommenen russisch-ukrainischen Verhandlungen informiert worden, sagte Peskow. „Es ist noch zu früh, um irgendwelche Einschätzungen abzugeben, wir möchten dies nicht voreilig tun.“ Delegationen beider Länder hatten sich am Montag an der weißrussisch-ukrainischen Grenze getroffen.

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