Bauern unzufrieden

Trotz starken Regens ist es in Tirol viel zu trocken

Tirol
17.05.2011 10:23
Starker Regen im Tal, heftige Schneefälle im Gebirge und sogar Kettenpflicht auf Passstraßen: Die Eisheiligen haben in Tirol eine sommerliche Wetterperiode beendet. Doch trotz der starken Niederschläge ist es in Tirol weiterhin viel zu trocken! So wurden an der ZAMG-Wetterwarte am Flughafen Innsbruck bis Montag 139 Millimeter Niederschlag gemessen, normal sollten es aber 235 sein.

Die massive Kaltfront kam so pünktlich, wie von den Meteorologen vorhergesagt und brachte starke Niederschläge mit sich. Die größte Menge (in 48 Stunden) fiel in Kirchdorf mit 60,6 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Innsbruck sind normalerweise im gesamten Mai rund 87 Liter zu erwarten. Auf den Rängen folgen die Station am Hahnenkamm bei Kitzbühel mit 57,7 Liter, der Brenner (56,1), Gerlos (54,4), Kitzbühel (54,1), Lienz (53,2), Hochfilzen (52,4), Achenkirch (49,4), Mayrhofen (47,2) und Seefeld (44,9).

Mai bisher zu trocken
An der ZAMG-Messstelle am Flughafen waren es vergleichsweise bescheidene 31,6 Millimeter. Der Meteorologe Georg Erlacher analysiert am Beispiel Innsbruck: "Trotz der jüngsten Niederschläge ist dieses Jahr deutlich zu trocken. Statt 235 Millimeter haben wir hier in Innsbruck bis Montag nur 139 Millimeter gemessen. Im Mai waren es bisher 46 Millimeter." 

Im Gebirge gab es bis zu einen halben Meter Schnee, am Hahntennjoch galt am Montag Kettenpflicht. Die Landwirte sind mit den jüngsten Niederschlägen bedingt zufrieden: "Gräbt man nur ein Stück tief in die Erde hinein, ist sie gleich wieder trocken." Am Dienstag kann es noch etwas regnen, danach wird es trocken und viel wärmer.

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