Deutsche räumen ab

Österreichs Bob-Duo verpasst Medaille knapp

Olympia
15.02.2022 15:35
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Benjamin Maier und Markus Sammer haben im olympischen Zweierbob-Bewerb in Yanqing Richtung Podium geschielt, verfehlten dieses nach vier Läufen letztlich als Fünfte um 0,54 Sekunden. „Ein, zwei Hundertstel in der Bahn liegen gelassen, ein, zwei Hundertstel am Start. Bei so einem starken Feld wie hier ist man dann gleich einmal den einen oder anderen Platz weiter hinten“, sagte Pilot Maier, der Deutschland zum Dreifacherfolg gratulierte und im Vierer erneut angreifen wird.

Gold ging an Francesco Friedrich und Thorsten Margis, die sich 0,49 Sekunden vor Johannes Lochner/Florian Bauer und 1,69 vor Christoph Hafer/Matthias Sommer durchsetzten. Friedrich legte damit den Grundstein zu einem weiteren Double nach 2018. Der 13-fache Weltmeister war kurzfristig auf den Schlitten von Europameisterin Kim Kalicki gewechselt, der bei den Bedingungen in der Olympia-Bahn besser lief.

„Sie waren eine Macht“
„Sie waren eine Macht“, sagte Anschieber Sammer in Richtung der Deutschen, die die Eiskanalbewerbe mit dem mittlerweile siebenten Gold in acht Wettkämpfen (4 Rodeln, 2 Skeleton, 2 Bob) weiter dominieren. „Francesco und Hansi haben gezeigt, dass sie noch einmal eine Klasse für sich sind, das ist sehr verdient. Auch beim Team Hafer war das eine super fahrerische Leistung und am Start hat er sich verbessert“, sagte der 27-jährige Maier. Der eigene fünfte Platz (hinter dem Schweizer Michael Vogt) sei eine solide Leistung gewesen, für das Podium habe das Gesamtpaket nicht ganz gepasst.

Nach Platz 20 in Sotschi 2014 und Platz acht in Pyeongchang 2018 ging es für Maier bei seinen dritten Spielen noch näher an die Podestränge ran. „Man sieht im Verlauf unserer Karriere, dass eine Steigerung drinnen ist, natürlich hätten wir uns im Zweier noch den kleinen Extrasprung erhofft, aber wir können sehr zufrieden sein, wie sich die Leistung über die Jahre entwickelt hat.“ Der Unterschied zu den Deutschen liege im Zweierbob beim Material, da seien diese einen Schritt voraus, zudem sei die Startleistung der zwei Topteams hervorzuheben.

In die Vierer-Konkurrenz könne man solide Fahrten mitnehmen, was eine Grundvoraussetzung sei, um vorne mitzufahren, sagte Maier. „Der Vierer ist bekanntlich unsere bessere Disziplin, am Start haben wir da den Vorteil, dass die zwei zusätzlichen Männer frisch und top motiviert sind. Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition.“ Bereits für Mittwoch sind die ersten Trainings angesetzt, gefahren wird in der Besetzung Maier/Sascha Stepan/Sammer/Kristian Huber. Das sei die im Winter bewährte, erklärte Pilot Maier.

„Gesamtpaket hat heute nicht gepasst"
Für die Österreicher erwies sich der Rückstand aus den ersten Läufen als zu groß, im Finale gelang nur noch eine Verbesserung um eine Position. „Natürlich haben wir gehofft, dass wir noch weiter vorkommen, aber das Gesamtpaket hat heute nicht gepasst“, resümierte Maier, der auch zur Halbzeit Fünfter gewesen war. Man sei am Start zu langsam gewesen und hätte auch in der Bahn Zeit verloren.

Der zweite österreichische Bob mit Markus Treichl und Markus Glück verpasste als 26. die Qualifikation der Top 20 für den vierten und letzten Lauf.

Zweierbob - Männer: 
1. Francesco Friedrich/Thorsten Margis (GER) 3:56,89 Min. - 2. Johannes Lochner/Florian Bauer (GER) +0,49 Sek. - 3. Christoph Hafer/Matthias Sommer (GER) +1,69 - 4. Michael Vogt/Sandro Michel (SUI) +1,94 - 5. Benjamin Maier/Markus Sammer (AUT) +2,23 - 6. Rudy Rinaldi/Boris Rain (MON) +2,25. Nicht für den 4. Lauf qualifiziert: 26. Markus Treichl/Markus Glück (AUT).

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