Sympathiewerte

"Krone"-Umfrage : So beliebt sind Innsbrucks Politiker

Tirol
16.05.2011 09:55
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen von vier Gruppierungen würde sich aus heutiger Sicht bei den Innsbrucker Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr abzeichnen. Doch wie beliebt und bekannt sind Innsbrucks Spitzenpolitiker eigentlich? IMAD hat dies für die "Krone" recherchiert. Im Zuge der IMAD-Umfrage wurden 400 wahlberechtigte Innsbrucker im Mai telefonisch befragt, die Schwankungsbreite liegt bei maximal (+/-) 4,9 Prozent.

Bei der Frage nach der Bekanntheit liegt erwartungsgemäß BM Christine Oppitz-Plörer mit 95% voran. Dahinter folgen Rudi Federspiel mit 90,4%, Marie-Luise Pokorny-Reitter (SPÖ) mit 87,5%, Franz X. Gruber (ÖVP) mit 70,4% sowie SPÖ-Stadtparteichef Ernst Pechlaner (58,2%) und die Grüne Sonja Pitscheider (22,9%).

"Auffallend ist, dass Gruber in den letzten Monaten deutlich aufholen konnte, während Pechlaner seit seinem Einstieg in die Innsbrucker Gemeindepolitik nicht wirklich an Bekanntheit zulegen konnte. Auch Sonja Pitscheider von den Grünen liegt bei einem Wert, den sie bereits vor einigen Monaten hatte", analysiert Politikwissenschafter Professor Christian Traweger von der Uni Innsbruck für die "Krone".

Oppitz-Plörer beliebt
Und wie schaut es mit den Beliebtheitswerten aus? Oppitz-Plörer finden laut IMAD 62,3% eher sympathisch, 18,9% eher nicht. Pokorny-Reitter finden 60,3 eher und 23,7% nicht sympathisch. Bei Gruber steht es 58,4% zu 12,6%, bei Pechlaner 44,4% zu 14,7% und bei Pitscheider 40,5% zu 19,1%. Nur Rudi Federspiel polarisiert enorm: Ihn finden weniger Leute (41,7%) eher sympathisch als nicht sympathisch (42,9%).

"Bezüglich Sympathie fällt auf, dass Ernst Pechlaner und Sonja Pitscheider von mehr als 40 Prozent nicht zugeordnet werden konnten, was möglicherweise auf eine fehlende, klare Positionierung der Betroffenen zurück zu führen ist", erklärt Traweger.

76% mit Stadt zufrieden
Grundsätzlich mit der Entwicklung von Innsbruck sind übrigens 76,3 Prozent zufrieden. Bei der Frage nach den wichtigsten Themen liegt die Kinder- und Jugendbetreuung (54,3%) vor Verkehr (52%), Wohnen (39,6%), Soziales (38,9%), Sicherheit (37,5%) sowie Kultur und Veranstaltungen (29,8%). "Das Thema Verkehr wurde von vielen Befragten speziell wegen der derzeitigen Baustellensituation genannt", weiß Professor Christian Traweger.

von Markus Gassler, Tiroler Krone
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