Grüne Idee

„Sommerfrischler“ sollen die Wohnungsnöte lindern

Huch, wer bettelt denn da an der Tür?, fragen sich die beiden grünen Landtagsabgeordneten Ines Vukajlovic und Rudi Hemetsberger. Es ist Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) höchstpersönlich, wenn auch nur in unserer Sonntags-Karikatur. Es geht aber nicht so sehr ums Geld. Die beiden Grünen haben von Achleitner Zahlen über das touristische Freizeitwohnungspauschale erfragt, um damit Taten gegen den Wohnungsleerstand in Oberösterreich zu fordern. Aber hat das eine mit dem anderen zu tun?

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Eine Freizeitwohnung ist keine klassische, die ganze Zeit über leerstehende Wohnun, die etwa für Anlagezwecke genutzt wird. Sondern laut Gesetz einfach Wohnraum, der länger als 26 Wochen im Jahr keinen Hauptwohnsitz darstellt. Es wird also eine touristische Nutzung unterstellt, für die eine Abgabenpflicht besteht. Ferienwohnungen eben.

Zusätzliche Einnahmequelle
Im Jahr 2020 gab’s knapp 30.000 solcher Freizeitwohnungen, die den Tourismusverbänden fast 2,8 Millionen € brachten und den 196 Gemeinden, die Zuschläge einheben, weitere 3,5 Millionen €. „Freizeitwohnungen sind also eine zusätzliche Einnahmequelle für Tourismus und Gemeinden“, betont Landesrat Achleitner. Also „kein Wohnungsleerstand“, sondern sie bewirkten Wertschöpfung für die Region und die Wohnbevölkerung. Sommerfrischler finanzierten so das Freizeitangebot vor Ort mit.

Landesräte sollen Taten setzen
Die beiden Grünen beharren aber darauf, dass diese Ferienwohnungen die Wohnungsnot lindern und die Wohnkosten senken sollen: „30.000 leerstehende Wohnungen warten dringend auf Nutzung, statt täglich neuen Boden zu versiegeln“, so ihre Botschaft. Sie fordern Taten von Achleitner und Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FPÖ). Zum Beispiel Anreize zur Vermietung durch mehr Sanierungsförderungen.

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