Di, 11. Dezember 2018

Keine Vermissten

11.05.2011 11:34

Areal nach Brückeneinsturz weiterhin gesperrt

Nach dem massiven Felssturz in Dornbirn-Ebnit, der Dienstagmittag eine Brücke einstürzen ließ, ist bei der Polizei niemand als abgängig gemeldet worden. Daher wird davon ausgegangen, dass bei dem Einsturz des Bauwerks niemand verletzt oder gar getötet wurde. Endgültig kann aber noch nicht Entwarnung gegeben werden, da das Areal vorerst wegen der weiter bestehenden Steinschlaggefahr auch für Einsatzkräfte gesperrt bleibt.

Die Stadt Dornbirn will nun rasch eine Umleitung für die öffentliche Buslinie einrichten. Dazu werde bis zum Wochenende ein Güterweg aufgeschottert, um es auch Kraftfahrzeugen zu ermöglichen, das Ebnit zu erreichen.

Wie es mit dem meterhoch verschütteten Wanderweg weitergeht, sei derzeit noch offen, so Hermann Wirth vom Tiefbauamt der Stadt Dornbirn, das für die Brücke zuständig ist. An eine Räumung des Materials sei vorerst nicht zu denken. Der Weg führe an der Stelle durch einen Tunnel. Ob dieser noch bestehe, wisse man derzeit nicht. Die Gesteinsmassen hätten den Weg zudem so tief hinuntergedrückt, dass bei Hochwasser vermutlich Gefahr bestünde.

"Eine der aufwendigsten Gemeindestraßen Europas"
Die wildromantische Straße ins Ebnit bezeichnete Wirth als "eine der wohl aufwendigsten Gemeindestraßen Europas". Die rund zehn Kilometer lange Strecke windet sich durch ein geologisch interessantes Gebiet, in dem große Kräfte wirken. Außerdem weist es zahlreiche Brücken, Tunnels sowie labile Stellen auf.

Rutschungen und Felsstürze seien speziell im Frühjahr nichts Ungewöhnliches. "Die Straße bedarf darum von unserer Seite ständiger Beobachtung, Betreuung und Instandhaltung", sagte Wirth. Gerade den betroffenen Bereich mit der Brücke über die rund 70 Meter tiefe Rappenlochschlucht behalte man immer im Auge.

Keine Anzeichen für Felssturz
"Oberflächlich gab es jedenfalls keine Anzeichen für einen solchen Felssturz. In der Größenordnung kommt das auch nur alle paar Hundert Jahre vor", betonte Wirth. Der Fels dürfte über Jahre in einem schleichenden Prozess verwittert sein, vermutete der Experte.

In dem Bereich gebe es zudem Bäume, deren Wurzeln bis zu 30 Meter in die Tiefe führten, auch hier entstehe natürlich Druck. Wie genau es zu dem massiven Abbruch kommen konnte, werde man sich nun mit dem Landesgeologen anschauen. Die gesamte Strecke werde inspiziert, bevor sie wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Schülergruppe ausgeflogen
Eine 14-köpfige Schülergruppe und drei Erwachsene hatten nach dem Einsturz der Brücke am Dienstag ausgeflogen werden müssen. Die Gruppe befand sich zwar nicht in unmittelbarer Nähe der Brücke, wurde jedoch von dem lauten Lärm überrascht.

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