Hilferufe an Landtag

Gemeinden stöhnen über wachsenden Personalmangel

Nicht nur Bürger, sondern auch Gemeinden richten Petitionen ans Land Oberösterreich. Gibt’s da keine anderen Möglichkeiten? Aktuell beklagen einige Kommunen den wachsenden Personalmangel im Gemeindedienst, den sie aufgrund eines zu knausrigen Gehaltsschemas oft gar nicht mehr beheben können.
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Ottensheim, Neufelden, Altenfelden, ja auch eine Stadt wie Bad Ischl, haben praktisch gleichlautende Petitionen an den oö.Landtag geschickt – sozusagen als Spitze des Eisbergs. Kernsatz: „Die Aufgaben im Gemeindedienst werden immer vielfältiger und komplexer. Leider hat die finanzielle Entlohnung mit diesem Mehr an Verantwortung nicht Schritt gehalten.“ Das führe dazu, dass geeignete und an sich interessierte Bewerberinnen und Bewerber absagen, weil ihnen die Entlohnung zu gering sei.

Job-Vorteile reichen nicht mehr aus
Gemeinden sind an das vom Land vorgegebene Gehaltsschema gebunden und können - anders als die privatwirtschaftlichen Unternehmen - selbst keine finanziellen Anreize für Mitarbeiter schaffen. Der Personalmangel wird aber immer schlimmer: „Es besteht die Gefahr, bereits jetzt und auch zukünftig die offenen Stellen nicht mehr besetzen und somit die erforderlichen Arbeiten nicht mehr erfüllen zu können“, so die von den Gemeinden befürchtete Konsequenz. Die Vorteile solcher Jobs - Sicherheit des Arbeitsplatzes, Familienfreundlichkeit, Gemeinwohlorientierung - ziehen angesichts der mageren Entlohnung zu wenig.

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