04.01.2005 15:54 |

Vorsicht!

Zurück aus der Krisenregion ¿ was tun?

Im südostasiatischen Katastrophengebiet ist nach dem verheerenden Tsunami die Seuchengefahr immens. Doch auch hierzulande sind die gefährlichen Krankheiten ein Thema, denn Heimkehrer aus der Unglücksregion könnten Erreger mitbringen.
Wer aus den Katastrophengebieten zurückkommt,sollte, wenn irgendwelche Krankheitssymptome wie z.B. Fieber oderDurchfälle auftreten, baldigst den Hausarzt oder ein Tropeninstitutkontaktieren und auf die Reisevorgeschichte hinweisen. Dies giltbesonders für ungeimpfte Rückkehrer, die weder einenSchutz gegen Hepatitis A noch gegen Typhus haben. Hepatitis Ahat z.B. eine Inkubationszeit von mehreren Wochen, sodass auchnoch dann an ein "Souvenir" gedacht werden muss.
 
Auch Rückkehrer von Missionen im Katastrophengebiet,die keine Symptome zeigen, sollten eine mikrobiologische Stuhluntersuchungmachen lassen, damit eine Ausscheidung von krankmachenden Keimen,die zudem übertragbar wären, rechtzeitig identifiziertund saniert werden kann. Bestehen nach der Rückkehr akuteKrankheitssymptome welcher Art auch immer, sollte man einen Infektionsmedizineroder Tropenmediziner kontaktieren.
 
Ratschläge für Hilfs- und Einsatzpersonal
Wer vorhat, zu einem Hilfseinsatz nach Südost-Asienzu reisen, kann auch noch kurz vor der Abreise die wichtigstenImpfungen gegen Fäkalkeime wie Typhus und Hepatitis vornehmenlassen. Damit kann es sein, dass vielleicht die allerersten Tagenach der Ankunft noch kein voller Schutz besteht, aber dann wirkendie Impfungen zuverlässig.
 
Hilfsmannschaften sollten für den Eigenbedarfund missionsunabhängig medikamentös vor allem mit Antibiotikagegen Magen-Darminfektionen ausgerüstet sein. Zudem sollteernährungshygienisch strikt darauf geachtet werden, dassausschließlich gekochte Nahrungsmittel verzehrt werden undGetränke nur aus original verschlossenen Gebinden konsumiertwerden. Nur im Notfall kann Wasser mittels Desinfektionsmittelnoder durch Abkochen genussfähig gemacht werden. Strikte persönlicheHygiene vor Ort ist selbstverständlich, soweit es die Gegebenheitenerlauben.
 
Wenn du in nächster Zeit in Südost-AsienUrlaub machen willst:
Erkundige dich vor Reiseantritt genau, ob die bereisteRegion Schaden durch die Flut genommen hat oder nicht, lass dirdie Schadensfreiheit gegebenenfalls vom Veranstalter schriftlichbestätigen. Es gibt mehrere Berichte, dass einzelne Hotelsin den von der Flut betroffenen Regionen intakt sind - diese Hotelssind aber infrastrukturell (Strom, Wasser, Kanal) sicher problematischund sollten gemieden werden, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossensind.
 
Ist deine Zielregion aber nicht direkt betroffen,ergeben sich für die Reise keine außergewöhnlichenVorkehrungen, außer dass die allgemein empfohlenen Impfungenwie z.B. Hepatitis A etc. natürlich unbedingt durchgeführtwerden sollten.
 
Das Zentrum für Reisemedizin steht unter01/403 83 43 für Detailauskünfte zur Verfügung.
Samstag, 08. Mai 2021
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