10.01.2022 09:00 |

Die Ferien sind vorbei

Schulen stehen jetzt fünf heikle Wochen bevor

Nach den Weihnachtsferien startet in Salzburg heute wieder der Unterricht. Trotz Omikron-Welle hoffen Eltern, Schüler und Politik, den Schulbetrieb bis zu den Semesterferien in Präsenz aufrechterhalten zu können. Für die Schüler im Land bedeutet das: Maskenpflicht und ein engmaschiges Testprogramm.

Am Montagmorgen beginnt mit dem Läuten der Schulglocken für rund 70.000 Schüler in Salzburg wieder der Ernst des Lebens. Die Rahmenbedingungen für die drei Schulwochen bis zu den Semesterferien sind nicht ganz einfach.

Die Infektionszahlen in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen haben sich in den vergangenen Wochen vervielfacht. Lag die 7-Tage-Inzidenz am 21. Dezember noch bei 190,4, so hält sie mittlerweile bei 950. Besonders niedrig ist die Impfquote in dieser Altersgruppe. Nur gut jeder fünfte 5- bis 14-Jährige in Salzburg ist aktuell vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Von den Lehrpersonen an den Salzburger Schulen sind hingegen schon 85 Prozent vollständig immunisiert.

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Eltern und Schüler freuen sich auf die Schule – wir hoffen, dass die kommenden fünf Wochen bis zu den Ferien gut verlaufen.

Sabine Gabath, Elternvertreterin

Klassen durch Tests und Masken ein „sicherer Ort“
Dennoch für einen „sicheren Ort“ hält Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) die Salzburger Schulen. Garantiert werden soll das durch ein dichtes Test-Programm und Maskenpflicht in allen Schulstufen. Neu ist ab 17. Jänner, dass wöchentlich zwei PCR-Tests statt bisher einem durchgeführt werden. In der Woche nach den Ferien bleibt es hingegen noch bei nur einer PCR-Probe und weiteren Antigen-Tests. Die Testpflicht gilt auch für die Lehrer. Elternvertreterin Sabine Gabath hofft, dass „nicht zu viele positive Fälle auftauchen“, wenn die Klassen am Montag getestet werden.

Schülervertreterin will „Priorität für Bildung“
Landesschulsprecherin Theresa Golser wünscht sich in Sachen Pandemiebekämpfung mehr Fokus auf die Schulen. „Es war Chaos. Aktuell leidet besonders die mentale Gesundheit der Maturanten – sie müssen teils noch den Stoff von 2020 nachlernen“, erzählt Golser.

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Aktuell leidet besonders die mentale Gesundheit der Maturanten – sie müssen teils noch den Stoff von 2020 nachlernen.

Theresa Golser, Landesschulsprecherin

Nun sei es wichtig, dass die Schulen offen bleiben und man den Schülern Lasten abnimmt – zum Beispiel durch ein Aussetzen der mündlichen Matura.

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