28.12.2021 15:02 |

Kärnten „Inoffiziell“

„Freundschaftliches Verhältnis“ zwischen Koalition

Kaiser und Gruber betonen bei der gemeinsamen Pressekonferenz ihre Harmonie während Angerer und Köfer an dem Duo Kritik üben. Die Koalition zieht Bilanz von Infineon bis zum Kärnten-Ticket. 

Das Jahr 2021 endet als zweites monothematisches Jahr in Folge: Corona und kein Ende. Über allen Themen schwebte das Virus. Das sehen auch die Koalitionszwillinge Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber so. Bilanzziehend betonen sie ihr „freundschaftliches Verhältnis“ (Kaiser) und ihr „Agieren auf Augenhöhe“ (Gruber). Amüsant ist es, wenn 761 einstimmige Beschlüsse in der Landesregierung genannt werden. Hat doch die SPÖ 2018 das Aus für das Einstimmigkeitsprinzip zur Bedingung des Pakts mit der Volkspartei gemacht.

Die Bilanz
Es ist trotz widriger Umstände einiges weitergegangen. Das sehen Kaiser und Gruber auch so und verwiesen auf Infineon, Beschäftigungsrekorde, Öffi-Offensive samt Kärnten-Ticket, Straßenbauten, Standortmarketing, Breitband, Ausbau des Lakeside Parks und Museum-Sanierung. Spannend wird 2022 auf jeden Fall, ist es doch das letzte volle Jahr vor der Landtagswahl am 5. März 2023. Ab Herbst, ein halbes Jahr zuvor, darf man sich keine sachpolitischen Heuler mehr erwarten. So ein Wahlkampf beginnt früh.

Kaiser und Gruber nennen sich zwar „Garanten des Durcharbeitens“, aber auch Garanten sind parteipolitischen Zwängen ausgeliefert. Noch dazu betont Gruber, von ihm und Landesrat Sebastian Schuschnig seien bereits „90 Prozent des Programmes“ abgearbeitet.

Die Opposition ist wenig angetan
TK-Chef Gerhard Köfer ortet Schönfärberei: „Dass Kärnten die höchste Arbeitslosigkeit hat, die höchste Pro-Kopf-Verschuldung und sich auf Jahrzehnte hoffnungslos verschuldet hat, wird verschwiegen.“ FPÖ-Obmann Erwin Angerer: „Eine verfrühte Wahlkampfansage. Kaiser und Gruber reden sich die Welt schön.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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