Stach Gärtner nieder

Einbrecher wird wegen versuchten Mordes angeklagt

Blutige Szenen spielten sich am 21. August kurz nach Mitternacht in einer Gärtnerei in Braunau ab. Der Besitzer überraschte und verfolgte einen Einbrecher (69). Dieser stach den 47-Jährigen nieder. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Ried gegen den zwanzigfach vorbestraften Verdächtigen Anklage wegen Mordversuch.

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Die Liste der Anklagepunkte ist lang: versuchter Einbruchsdiebstahl, versuchte schwere Nötigung, ein Delikt nach dem Waffengesetz sowie wegen versuchten Mordes (§ 75 StGB). Die Strafdrohung: bis zu lebenslange Haft. Wann die Verhandlung vor dem Geschworenengericht am LG Ried stattfindet, lasse sich noch nicht sagen, so Alois Ebner, Leiter der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis zur „Krone“.

Niedergestochener überlebte durch Zufall
Laut dem Gutachten der Gerichtsmedizin Salzburg hatte das Opfer mehrere schwere Stichverletzungen in Brust und im Bauchraum erlitten, Tatwaffe war ein Messer mit einer 15 Zentimeter langen Klinge. Bei nur geringfügiger Abweichung des Stichkanals hätte akute Lebensgefahr bestanden - das heißt: Das Opfer hatte großes Glück! In 69 Lebensjahren schon

20 Vorstrafen gesammelt
Der Angeklagte ist ein alter „Häfenbruder“ wie aus dem Lehrbuch. Mit 17 Jahren stand er das erste Mal vor Gericht. Sein illustrer Lebenslauf weist insgesamt zwanzig Vorstrafen auf - vorwiegend handelt es sich dabei um Vermögensdelikte. Den Mordversuch bestreitet der Senior-Kriminelle allerdings. Der 69-Jährige sitzt nach wie vor in der Rieder Justizanstalt in Untersuchungshaft.

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