17.12.2021 06:32 |

Zustrom reißt nicht ab

Zwei Schlepper nach Verfolgung festgenommen

Nächster Erfolg im gemeinsamen Kampf gegen das ausufernde Schlepperunwesen: Bei einer Schwerpunktaktion der österreichischen Polizei mit Kollegen in Ungarn ergriffen zwei rumänische Täter die Flucht, nachdem sie sechs Syrer vor der Grenze zum Burgenland auf die Straße gesetzt hatten. Verfolgung, Festnahme!

Von Montag bis Mittwoch sind wieder weit mehr als 300 Migranten im Burgenland gemeldet worden. Donnerstag kamen Dutzende Aufgriffe allein im Bezirk Neusiedl dazu. Schon zu Wochenbeginn hatten zwei Rumänen sechs Flüchtlinge in Ungarn bis zur grünen Grenze mit Österreich chauffiert und sie aussteigen lassen.

Grenzübergreifende Schwerpunktaktion
Während die Syrer bis nach Deutschkreutz marschiert sind (siehe Grafik oben), wo sie aufgegriffen wurden, rasten die Schlepper der Polizei davon. Im Zuge einer länderübergreifenden Schwerpunktaktion gegen illegale Migration hatten ungarische und österreichische Beamte den Wagen der Täter aufhalten wollen. Nach einer Verfolgungsjagd konnten die Kriminellen gefasst werden. Haft!

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Den Familien waren die Strapazen anzusehen. Der Marsch bei schlechtem Wetter hatte den Kindern zugesetzt. Sie waren völlig durchnässt.

Johann Balogh, Bürgermeister von Nikitsch

Flüchtlingskinder völlig erschöpft
Viele Flüchtlingsfamilien aus dem Nahen Osten sind bei Nikitsch über die grüne Grenze marschiert. In der ersten Gruppe befanden sich 37 Väter und Mütter mit ihren Kindern.

Die Kleinsten machten einen völlig erschöpften Eindruck. Ein Vater trug seinen müden Sohn auf der Schulter. „An diesem Tag gab es von 7 bis 17 Uhr insgesamt 133 Aufgriffe, 110 davon im Bezirk Oberpullendorf“, so die Bilanz.

Christian Schulter
Christian Schulter
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