23.12.2004 12:03 |

TV-Comeback

Miami Vice

Die Fernsehserie „Miami Vice“ weckt sehnsüchtige Erinnerungen an die kultige 80er-Jahre Serie mit Don Johnson – schnelle Autos, Palmen, coole Sprüche und sexy Frauen, gewürzt mit ein paar bösen Drogenbossen. Davilex, berühmt berüchtigt für seine nicht gerade gelungenen Serien-Umsetzungen von „Cobra 11“ und „Knight Rider“ hat wieder zugeschlagen und die Serie für PC und Konsolen umgesetzt. Krone.at hat es getestet.
Sonny Crocket und Ricardo Tubbs sind wiederzurück und mit ihnen die berühmte Kennmelodie, der Pastellfarben-Lookund ein actionreicher Fall, der sich an einer TV-Folge orientiert.Besonders lustig: Der Bösewicht heißt so wie ein Austro-Popstar:Manuel Ortega!
 
Nach einem etwas hölzernen Intro-Video gehtes auch schon los mit der Ballerei in der 3rd-Person-Perspektive.Die ungewohnte Tastenbelegung und ungenaue Zielmöglichkeitensorgen für Kopfschütteln und Frust. Die Grafik ist nichteinmal so schlecht, mit Blockbustern wie GTA oder Half-Life 2hat das ganze nichts zu tun.
 
Aber vor allem das Spielprinzip sorgt für Frust:Anstatt einfach auf Container klettern zu können, muss maneinen bestimmten Weg suchen. Stirbt man, bevor der Level gemeistertist, muss man ihn wieder ganz von vorne beginnen. Was sich dieGamedesigner wohl dabei gedacht haben...
 
Hat man sich als "Sonny" mit seinem Schießeisendurch die zwei ersten Levels gekämpft, darf man schließlichauch in die Rolle von "Tubbs" schlüpfen. Die Levels sindweder abwechslungsreich noch besonders herausfordernd und dieAudio-Kommentare oft sehr unpassend.
 
Fazit: Selbst hartgesottene "Miami Vice"-Fanswerden sich schwer tun, das Spiel in ihr Herz zu schließen,aber immerhin darf man einmal als "Sonny" und "Tubbs" ermitteln.Der günstige Preis könnte dennoch ein Kaufargument sein,wenn auch das einzige.
 
Plattform: PC, PS2 (gestestet), Xbox
Publisher: Koch Media
Krone.at-Wertung: 55%
Mittwoch, 12. Mai 2021
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