14.12.2021 16:00 |

Streitthema Verkehr

Schwarzer Reflex bei grünen Rad-Initiativen

Exakt 1670 Salzburger haben an der Radmobilitäts-Umfrage der Stadt Salzburg teilgenommen. Diese wurde durch das Ressort der Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) durchgeführt. Die Erkenntnisse der Radler waren nicht neu: Sie wünschen sich eine bessere Infrastruktur für die Radfahrer und auch einen Ausbau der Öffis mit besserer Taktung. So weit so gut.

Interessant war die Reaktion der Volkspartei auf die Umfrage, die schon fast als negativer Reflex für grüne Themen durch geht. Denn kurz nach der Präsentation der Umfrage stellte Klubobmann Christoph Fuchs (ÖVP) diese in Frage. Seine Ansicht: Diese sei nicht repräsentativ weil keine Autofahrer befragt wurden und was es benötigen würde um diese zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen. Warum sollte das bei einer Umfrage von Radfahren Thema sein? Generell reagieren die Schwarzen auf das Thema Radfahrer teilweise seltsam.

Erst seit kurzem ist die Fahrradstraße am Kai beim Volksgarten rechtlich in Kraft. Normalerweise wäre die Durchfahrt für Autos in dieser Straße verboten. Ist sie aber nicht, weil die ÖVP rund um Bürgermeister Harald Preuner um die Geschäfte eines Einzelhandelsmarkt fürchtete, wie es in der Gerüchteküche brodelt.

Auch beim Thema der Radständer ist es ein ähnliches Bild. Die Grünen wollen mehr Platz für die Radeln, die ÖVP winkt beharrlich ab und pocht stattdessen auf Parkplätze für Autos.

Zum Teil nimmt das Ganze schon amüsante Züge an. So hat der Landtagsabgeordnete Josef Scheinast (Grüne) via Social Media kritisiert, dass in der Stadt Straßen vor Radwegen geräumt werden. Die Antwort kam aus dem Büro von Vizebürgermeister Barbara Unterkofler (ÖVP): Dafür ist das Ressort der grünen Martina Berthold zuständig.

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