12.12.2021 09:43 |

Betrifft Salzburg

Nachdenken

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„Der Spiegel“ ist wieder gemein zu Österreich. In der neuesten Ausgabe des noch immer einflussreichsten deutschen Nachrichtenmagazins wird Österreich als Skandal-Republik der türkisen Feschaks beschrieben, in der es beim Management der Pandemie drunter und drüber geht. Tirols Skidorf Ischgl als „Stein gewordenes Monument touristischen Größenwahns“ dient den Deutschen da einmal mehr als Symbol.

Aus einem patriotischen Reflex heraus könnte man sich nun einer besonders in der Politik beliebten Methode bedienen und erwidern: Die haben es notwendig, bei denen dort schaut es auch nicht besser aus.

Dieser rhetorische Trick verschafft vielleicht kurz Befriedigung. Auf Dauer kommt man so aber nicht weiter. Was sich die Koalition in Wien und einige Landesregierungen in den vergangenen Monaten mit ihrer Corona-Politik geleistet haben, lässt sich auch bei größter Heimatliebe nicht mehr glaubwürdig schön reden. Den Abermillionen Euro für die Tourismuswerbung werden in den nächsten Jahren viele Millionen Euro folgen, um die Stammgäste bei Laune zu halten und um neue Urlauber gewinnen zu können.

Die um die Welt gehenden Bilder von merkwürdig verkleideten Demonstranten sind auch nicht wirklich geeignet, Österreich als ein gemütliches Reiseziel für die schönsten Tage des Jahres zu wählen. Wenn also schon die eigene und die Gesundheit die der anderen kein Argument ist, hilft es vielleicht, wenn die einen oder anderen über die wirtschaftlichen Folgen ihres Tuns nachdenken.

Claus Pándi
Claus Pándi
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