12.12.2021 19:00 |

Festspiele 2022

Altbewährtes in neuem Glanz

Das Programm steht, die Salzburger Festspiele könnten eigentlich schon beginnen. Aber es dauert noch bis zur Eröffnung. Wirft man einen genaueren Blick auf das Programm, fällt etwas auf: Bei einigen Premieren handelt es sich um Neuinszenierungen oder neu einstudierte Fassungen. Eine neue Chance zur Entfaltung.

Über die Jahre werden immer wieder bekannte Werke neu interpretiert. Manche Interpretationen finden Anklang, manche werden wieder unter den Tisch gekehrt. Auch bei den Salzburger Festspielen 2022 ist das der Fall: Vor allem die Opern sind davon „betroffen“. Der deutsche Regisseur Christoph Loy wagt sich an die nur selten als Gesamtwerk aufgeführte Oper Giacomo Puccinis „Il trittico“, die 1918 in New York uraufgeführt wurde. 1973, damals unter Herbert von Karajan, war es ein Auftragswerk der Festspiele. Sopranistin Asmik Grigorian, 2018 als „Salome“, verkörpert dabei in allen drei Einaktern die weibliche Hauptrolle.

2022 soll es aber auch die Möglichkeit für Verbesserungen geben. So studiert die iranische Regisseurin Shirin Neshat die „Aida“ von Giuseppe Verdi neu ein. Mit der äthiopischen Königstochter Oper feierte sie 2017 ihr Debüt. „Ich glaube, dass man Produktionen, die vielleicht noch nicht das erfüllt haben, was wir und die beteiligten Künstler uns vorgenommen haben, eine zweite Chance geben muss“ , sagt Intendant Markus Hinterhäuser. Er betont, dass es sich nicht um eine Wiederaufnahme handle.

Auch Mozarts „Zauberflöte“ (zuletzt 2018) bekommt eine neue Möglichkeit zur Entfaltung. Mozarts Oper dürfte Dantes „Göttlicher Komödie“, die der Leitfaden der Festspiele 2022 ist, am nächsten sein.

Ewelina Marciniak, eine aufstrebende polnische Regisseurin, stellt „Iphigenia“, die von ihrem Vater Agamemnon geopferte junge Frau, anders dar als noch Euripides oder Goethe. Iphigenias eigene Vorstellungen, ihre Wünsche und Ängste sollen dabei im Vordergrund stehen.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 17. Jänner 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)