08.12.2021 12:00 |

Zustellerin erzählt

Viele Packerl werden zur körperlichen Belastung

Anna Pleschberger arbeitet bei der Post. Sie erzählt im Interview mit der „Krone“ über die Herausforderungen zur Weihnachtszeit.

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Frau Pleschberger, wie erleben Sie in Ihrem Job die Wochen vor Weihnachten?
Sehr anstrengend. Es ist wohl abgesehen vom Lockdown die Zeit, in der die Leute am meisten bestellen. Das ist für uns Paketzusteller dann auch die stressigste Zeit im Jahr. Dabei darf man die winterlichen Straßenverhältnisse nicht vergessen, denen man sich anpassen, gegebenenfalls langsamer fahren oder Schneeketten montieren muss.

Wie viel arbeiten Sie in dieser stressigen Zeit?
Ich bin Samstagszustellerin und habe demnach einen acht Stundentag, der aber wie ich sagen muss, ordentlich berücksichtigt und auch honoriert wird. Jetzt in Coronazeiten mache ich auch Überstunden.

Im Sommer war es früher etwas ruhiger für die Zusteller. Gilt das noch?
Im Sommer ist es auf alle Fälle ruhiger als im Winter, dennoch wird genug ausgeliefert. Es gab Samstage, an denen ich 100 Packerl auszuliefern hatte. Außerdem erschweren im Sommer auch die oft heißen Temperaturen den Arbeitsalltag.

Wie wirkt sich der körperliche Einsatz bei Ihrer Arbeit aus?
Körperlich komme ich manchmal schon an meine Grenzen, da wir auch Pakete bis zu 30 Kilogramm heben müssen, wobei ich auch sagen muss, dass ich dies oft nicht schaffe. Ich bitte die Empfänger immer wieder, mir zu helfen.

Wie sieht es mit der Wertschätzung der Kunden aus, wenn der Zusteller so sehr gefordert ist?
Die Kunden schätzen meine Arbeit sehr und zeigen sich auch dankbar. Ich habe in dem einen Berufsjahr noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, darüber bin ich sehr froh, denn ich habe von meinen Kollegen schon andere Dinge gehört. Trotz der stressigen Zeit, macht mir meine Arbeit Spaß. Sie ist ein super Ausgleich zum Unialltag.

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