07.12.2021 09:29 |

Stadt kontert

Klimaaktivisten beißen mit Kritik auf Beton

So provokant ein Bündnis von Klimaaktivisten mit einer roten Mischmaschine die Wiener Umweltpolitik auch „verteufelt“, so selbstbewusst kontert die Stadt mit ihrer grünen Umweltbilanz.

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Wenngleich Wien wegen der Corona-Pandemie heuer seinen Spitzenplatz als lebenswerteste Stadt der Welt verloren hat, so fühlt sich nach wie vor die überwiegende Mehrheit der Wiener absolut wohl in der Donaumetropole. Gar nicht so wohl fühlt sich offenbar die Klimabewegung rund um Greenpeace, Fridays for Future und System Change not Climate Change in Wien. Denn sie forderte nun vor dem Rathaus ein „endgültiges Aus der Wiener Betonpolitik“.

Konkret richteten sie fünf Punkte an Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und die Stadtregierung:

  •  Aus für die Stadtstraße
  • Keine Klagen gegen den Baustopp der Lobau-Autobahn
  • Sofortiger Ausbau von sozialer und klimafreundlicher Mobilität
  • Fokus auf Grünflächen statt auf Asphaltwüsten
  • Maßnahmenplan, wie die Klimaziele für Wien erreicht werden können

Bekräftigt werden diese Forderungen des „Klima-Dreierbündnisses“ damit, dass die klimaschädlichen Treibhausgase seit 1990 in Wien im Verkehrssektor um 33% gestiegen seien.

Die Stadt Wien kontert mit einem offenen Brief
Betont ruhig und bemüht sachlich reagierte die Stadt Wien via SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin - er ist Vorsitzender des Ausschusses für Innovation, Entwicklung & Mobilität - auf den Vorwurf einer „blinden Betonpolitik“. „Ihr zieht heute wieder auf die Straße, um für eine klimafreundliche Stadt zu protestieren. Was uns unterscheidet, ist die Art zu kommunizieren. Was uns eint, ist das gemeinsame Ziel“, so beginnt Valentins Brief, „die Fortschrittskoalition der Stadt wird Wien bis 2040 klimaneutral machen!“

Mit einer Statistik über Leistungen wie 100 Millionen Euro für das größte Klimaförderprogramm in der Stadt-Geschichte, über die Errichtung riesiger Fotovoltaikflächen bis zum Ausbau des Öffi-Netzwerkes (U2/U5) untermauert Valentin den „Fortschritt“, „wir pflanzen Bäume und reißen Asphalt auf. Wir investieren in erneuerbare Energien und setzen auf regionale Lebensmittel.“

Mark Perry
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Christoph Matzl
Christoph Matzl
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