Fuchs & Luchs waren es

„Kommissar DNA“ entlastet Wölfe bei Nutztierrissen

„Herr Rat, die Beweislage anhand der DNA-Spuren ist eindeutig. Der Wolf ist freizusprechen“ – sollte der Wolf wegen Angriffen auf Kälber und Schafe im heurigen Jahr in OÖ vor Gericht kommen, dann hat der Verteidiger leichtes Spiel. Denn die Auswertung von Genspuren an den Opfern überführen nur Fuchs und Luchs!
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Bei den Nutztieren gab’s heuer in Oberösterreich laut dem Wolfsmanagement des Landes keinen einzigen Todesfall, der nachweislich auf einen Wolf zurückzuführen ist. Nur eine „Körperverletzung“ bei einem Jungrind am Hengtspass ist dem Isegrim anzulasten, da in den Kratzspuren seine DNA zu finden war.

Ein Luchs, sonst nur Füchse
Der Fall zweier gerissener Schafe in Gutau vom 15. Juli bleibt ungeklärt, da eine DNA-Probennahme nicht mehr möglich war. Ansonsten sind inzwischen alle Proben ausgewertet. So hatte in Ternberg am 28. Oktober ein Luchs seine Pfoten im Spiel, als ein Schaf ums Leben kam, bei tot und angefressen aufgefundenen Kälbern in Weitersfelden, Steinbach am Ziehberg, Bad Goisern und Weyer waren jedenfalls Füchse am Werk gewesen, wie auch bei zwei getöteten Schafen in Schörfling und Pierbach. Dass sie auch die „Killer“ waren, ist damit nicht bestätigt, nur dass sie am Kadaver nachweislich ihren Hunger gestillt haben.

Lieber Rehe geholt
Doch die Wölfe sind da, vergreifen sich aber offenbar nicht am „Gatter-Buffet“, sondern holen sich Wildtiere. In Liebenau (29. Oktober) und Windhaag bei Freistadt (23. Juli) hinterließen aus dem Norden zugewanderte Isegrims Gen-Spuren in Rehkadavern.

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