25.11.2021 18:35 |

Düstere Prognose

Droht Vorarlberg ein verlängerter Lockdown?

Die Top-Virologin Dorothee von Laer geht davon aus, dass der Lockdown im Westen Österreichs verlängert wird. Ab Freitag starten im Ländle indes die Kinderimpfungen.

Es ist eine düstere Prognose, welche die Tiroler Virologin Dorothee von Laer am Donnerstag via „Profil“ abgab: „Man wird den Lockdown in einigen Bundesländern verlängern müssen. Ich gehe davon aus, dass der Osten öffnen kann, der Westen nicht.“ Angesichts der derzeitigen Lage in Vorarlberg spricht nur wenig für eine Öffnung am 13. Dezember: Schenkt man den Berechnungen der Expertengremien Glauben, wird Vorarlberg spätestens zur Mitte der kommenden Wochen die österreichweit höchste Inzidenz haben. In Kombination mit dem Faktum, dass es im Ländle proportional zur Einwohnerzahl vergleichsweise wenige Intensivbetten gibt, bleibt für Optimismus nur noch wenig Platz. Aktuell müssen in den Vorarlberger Krankenhäusern 118 Covid-Patienten behandelt werden, 24 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Was im Umkehrschluss bedeutet: Es stehen noch 29 Intensivbetten für alle Patientengruppen zur Verfügung.

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Man wird den Lockdown in einigen Bundesländern verlängern müssen. Ich gehe davon aus, dass der Osten öffnen kann, der Westen nicht.

Dorothee von Laer, Virologin

Impfung für Kinder
Derweil versucht die Landesregierung, die Impfkampagne hurtig voranzutreiben. Nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA am Donnerstag grünes Licht für die Immunisierung von Kindern gegeben hat, ist ab sofort auch im Ländle ein entsprechendes Angebot verfügbar. Die Nachfrage ist noch überschaubar: Bis Donnerstagabend wurden auf der Impfplattform des Landes knapp mehr als 500 Kinder angemeldet, die ersten Immunisierungen werden bereits am Freitag in den Impfzentren Dornbirn und Nenzing über die Bühne gehen. Die Dringlichkeit sei durchaus gegeben, betont Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) mit Verweis auf die aktuellen Daten: „In Vorarlberg sind rund 17 Prozent der Bevölkerung bis 15 Jahre alt. Derzeit kommen aber rund 33 Prozent aller Neuerkrankungen aus dieser Altersgruppe. Schwere Krankheitsverläufe sind prozentuell gesehen bei Kindern zwar selten, aber mit den steigenden Infektionen werden auch die schlimmen Fälle zunehmen.“

63,7 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung gelten als vollimmunisiert, davon haben rund 60.000 Personen bereits ihren dritten Piks erhalten. Die Impfquote ist also nach wie vor zu niedrig.

 Vorarlberg-Krone
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