23.11.2021 13:10 |

Oft blutige Unruhen

Gefängnisse überfüllt: Ecuador begnadigt Häftlinge

Nach den jüngsten Unruhen mit zahlreichen Toten in Gefängnissen hat der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso Häftlinge begnadigt, um die überfüllten Haftanstalten zu entlasten. Vor allem schwer oder unheilbar kranke Gefangenen und solche, die in Verkehrsdelikte verwickelt waren, die nicht zu Verletzungen oder zum Tod geführt haben, bekommen ihre Freiheit zurück, wie das Kommunikationsministerium am Montag mitteilte.

Die Begnadigungen sind Teil eines Regierungsplans zur Bekämpfung der Gewalt in den Gefängnissen, die auf Streitigkeiten zwischen kriminellen Banden im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zurückgehen. Der Plan sieht zudem den Einsatz der Streitkräfte und der Polizei vor, um die Ordnung in den Gefängnissen aufrechtzuerhalten.

Ecuadors Gefängnisse oft Schauplatz von Massakern
Zuletzt waren bei blutigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden in einem Gefängnis in der Stadt Guayaquil mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Insassen griffen sich dabei gegenseitig mit Schusswaffen, Macheten und Sprengstoff an. Einer der schlimmsten Aufstände in der Geschichte Lateinamerikas ereignete sich zuvor im September, als 119 Häftlinge ums Leben kamen.

Gefängnisse extrem überbelegt
Das Land verfügt über 65 Gefängnisse mit einer Kapazität von 30.000 Plätzen, untergebracht sind jedoch fast 39.000 Häftlinge. Darunter sind auch 15.000, die noch nicht verurteilt wurden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).