Trotz Lockdown

Rund 60 Prozent in Oberösterreich in der Schule

Zwischen 60 und 70 Prozent der Schüler sind in Oberösterreich am ersten Lockdowntag in der Schule erschienen. Bundesweit sind es 70 Prozent, in Salzburg nur 50 Prozent. Tendenziell kamen an den Volksschulen in manchen Bundesländern weniger Kinder, an den Sekundarstufen waren überdurchschnittlich viele Kinder anwesend.

„In Salzburg und Oberösterreich, den Ländern, die sehr betroffen sind, kommen deutlich weniger Schüler als in den anderen Bundesländern. Insgesamt haben die Eltern Vertrauen in unser System und sind froh, dass die Kinder getestet werden“, sagt Bildungsminster Heinz Fassmann. Dennoch stiftete „die offene Schule“, von der Kinder zu Hause bleiben sollen, am Montag früh, Chaos.

Hoffentlich ein Übergangstag
Denn: Kein Direktor in Oberösterreich wusste heute morgen genau, wie viele Schüler in den Klassen anwesend sein werden. „Ein Übergangstag“, nimmt es Gerald Gruber-Kalteis, Direktor der Mittelschule Taiskirchen im Bezirk Ried/Innkreis, einerseits gelassen. Sogar rund 80 Prozent jener Schüler, die kommen können, sind erschienen. Drei Klassen sind hier derzeit sowieso in Quarantäne. „Wir haben zum Glück schon länger digitale Medien im Einsatz, und können Kinder zu Hause zum Unterricht dazuschalten. Die kennen sich auch aus damit.“

Andererseits zog die kurzfristige Schullösung des Ministers bislang wenig bedachte Folgen nach sich: „Die Schulbusunternehmer wussten nicht, ob Kinder an der Haltestelle stehen. Aber auch die Schulküche und die Nachmittagsbetreuung wussten nicht, mit wie vielen Kindern sie rechnen müssen.“ Mehr Überblick bis Ende der Woche sollen nun Listen bringen: „Meine Lehrer rufen alle Eltern durch.“

Linzer Bürgermeister kritisiert Lösung
Scharfe Kritik äußert der Linzer Bürgermeister Klaus Luger an Bundesminister Heinz Faßmann. Dieser gefährde durch sein dogmatisches Festhalten am Präsenzunterricht Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Infektionslage eskaliere besonders in den Schulen. Deshalb sei es laut Luger unvermeidbar, umgehend auf Distance Learning umzustellen. Schulen sollten nur für die unbedingt nötige Betreuung und Beaufsichtigung offenstehen.

Drei Tests pro Woche
In den bisherigen Lockdowns war es bei den Schultypen anders. Damals kamen an den Volksschulen deutlich mehr in die Klassen als an den Unter- und Oberstufen. Dass es diesmal eher umgekehrt ist, dürfte an der für ältere Schüler schon verfügbaren Impfung liegen. An den Schulen gilt ab heute durchgehend Maskenpflicht - an den Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Sonderschulen müssen Schüler mindestens einen Mund-Nasen-Schutz tragen, alle anderen Schüler sowie alle Lehrer brauchen eine FFP2-Maske. Abgenommen werden darf die jeweilige Maske nur während der Maskenpausen beim Lüften. Außerdem wird dreimal pro Woche getestet - mindestens einmal per PCR-Test.

 OÖ-Krone
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Freitag, 03. Dezember 2021
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