21.11.2021 09:00 |

Patientenflut erwartet

OP-Absagen und Betten-Sperre

Eines ist klar: In den Spitälern herrscht zurzeit Ausnahmezustand. Eine Besserung ist trotz anstehenden Lockdowns noch lange nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn Prognosen sagen in den nächsten zwei Wochen die totale Überlastung voraus. Die „Krone“ hat nachgefragt, wie sich die Krankenhäuser darauf vorbereiten.

Mehr als 200 Salzburger müssen zurzeit wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Anfang des Monats waren es noch halb so viele. Und laut einer Prognose werden die Zahlen auch weiter rasant steigen. So werden auf der Normalstation in den nächsten zwei Wochen bis zu 450 Patienten erwartet, auf der Intensiv sogar bis zu 80 (die „Krone“ hat berichtet). Das sprengt die Kapazitäten.

„Es geht an die Grenze. Wir werden aber auch weiterhin alles menschenmögliche tun, um die Patienten gut zu versorgen“, sagt Uta Hoppe, Primaria am Salzburger Uniklinikum.

Was nun passiert? Personal und Ressourcen werden gebündelt, um möglichst viele Covid-Patienten versorgen zu können. Das heißt aber auch: Das Personal muss von seinen eigentlichen Arbeitsplätzen abgezogen werden. Deswegen werden stationsübergreifend immer mehr Betten gesperrt, nicht unbedingt notwendige Eingriffe verschoben. „Da geht es auch um elektive Eingriffe, nach denen Patienten möglicherweise auf einer Intensivstation überwacht werten müssten. Wenn diese Operationen nicht unbedingt notwendig sind, werden sie eingeschränkt bis abgesagt“, sagt Hoppe. Übrigens: Von den 32 Intensivpatienten sind 28 nicht gegen das Coronavirus immunisiert. Auf der Normalstation ist es ungefähr die Hälfte.

Marie Schulz
Marie Schulz
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