16.11.2021 13:00 |

Polizei zieht ein

Schloss als Heimat für „Schnelle Reaktionskräfte“

Seit wenigen Monaten stehen in Tirol die „Schnellen Reaktionskräfte“ (SRK) der Polizei im Einsatz. Nun beziehen die Beamten die historischen Räume im Schloss Mentlberg in Innsbruck.

Frischer Wind im schönen Schloss Mentlberg in Innsbruck! Die Beamten der „Bereitschaftseinheit“ (BE) sowie auch jene der „Schnellen Interventionsgruppe“ (SIG) – zusammen bilden sie die neue SRK-Einheit – sind ab sofort hinter den historischen Mauern stationiert. „Das ist ein vorläufiger Abschluss der Umsetzungsphase, weil wir die BE-Kräfte personell noch aufstocken müssen“, sagt Landespolizeidirektor Edelbert Kohler und räumt ein: „Wir waren gefordert, diese Einheit in kurzer Zeit mit dem vorhandenen Polizei-Personal aus dem Boden zu stampfen.“

Das spiegelte sich unter anderem auch darin wider, dass es mitunter an Ausrüstungsgegenständen gefehlt hat – die „Krone“ berichtete. Doch das scheint sich stetig zu verbessern. Zumindest verfügen alle SRK-Beamte mittlerweile über einen eigenen Overall samt eigenem Wappen. Einige Utensilien sind aber immer noch in Beschaffung. Und die Innenräume des Schlosses müssen auch erst adaptiert werden.

13 Beamte zählt die „Bereitschaftseinheit“ derzeit – unter ihnen fünf Frauen. Am Ende sollen es bis zu 35 Beamte werden. Sie haben verschiedene Einsatzgebiete (Versammlungen, Alarmfahndungen und Co.). „Bisher hat das Team 600 Personen kontrolliert, 284 wurden angezeigt“, gibt Herbert Haselwanter, Kommandant der SRK-Einheit, preis.

„Sechs Einsätze etwa mit Messer und zwei Waffen“
Die SIG-Kräfte sind am 1. November mit 26 Beamten gestartet - alles Männer, fast nur Stammpersonal. „Es gab eine Bewerberin, doch sie hat das zweistufige Auswahlverfahren nicht bestanden“, betont Haselwanter.

Diese Kräfte werden bei gefährlichen Einsätzen angefordert und sollen die Lage so lange unter Kontrolle behalten, bis die Cobra eintrifft. „In Innsbruck ist täglich rund um die Uhr eine SIG-Streife, bestehend aus drei Beamten, im Einsatz. Eine zweite Streife ist ab der Wochenmitte im Unterland stationiert. Sollten SIG-Kräfte im Oberland benötigt werden, rücken diese beiden Streifen nach“, erläutert Erich Lettenbichler, Leiter der Einsatzabteilung. Und Haselwanter fügt hinzu: „Bisher gab es insgesamt sechs SIG-Einsätze, bei denen Messer, zwei Schusswaffen und psychisch kranke Personen involviert waren.“

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