Nach Dubai-EXPO

Samurai-Museum in Berlin von AE Solutions erdacht

Rund 2,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr machen die Ars Electronica Solutions, ein Teilbereich von Ars Electronica Linz. Nach einem schwierigen Corona-Jahr freut man sich über den großen Erfolg des Österreich-Pavillons bei der EXPO in Dubai und ist am Finalisieren des brandneuen Samurai-Museums in Berlin.

100.000 Besucher inspizierten im ersten Monat den neuen Österreich-Pavillon auf der EXPO in Dubai: „Wir sind sehr glücklich über die positiven Reaktionen“, freut sich Michael Mondria, der mit seinem Solutions-Team das Innenleben gestaltete - am 19. November ist auf der EXPO Österreich-Tag, und es werden noch einmal viele neugierige Gäste - darunter Bundespräsident Alexander Van der Bellen - erwartet.

Ars Electronica Solutions gehört zu Ars Electronica Linz und konzipiert für Kunden aus aller Welt kreative Lösungen, etwa für Messen oder Ausstellungen. 2,5 Millionen Euro beträgt ein durchschnittlicher Jahresumsatz. Die Pandemie brachte wie überall Schwierigkeiten: „70 bis 80 Prozent der geplanten Projekte mussten entweder verschoben oder abgesagt werden“, erklärt Solutions-Direktor Mondria. Mittlerweile hat sich die Lage etwas erholt, aber: „Konsequenzen spüren wir auch bei Lieferterminen für Einzelkomponenten und Kosten für Hardware“.

Optimistisch stimmen neben der erfolgreichen EXPO aber auch andere Prestigeprojekte. Allen voran das neue Samurai-Museum in Berlin, das von den Solutions erdacht wird. Dort soll ab März 2022 die größte westliche Sammlung von Samuraikultur auf 2000 Quadratmetern präsentiert werden. AE Solutions sollen einen neuartigen Weg finden, den Besuchern diese besonderen Exponate näherzubringen: „Es wird ein multimediales Erlebnis. Mit Spezialinstallationen machen wir diese Kultur anschaulich, ein satellitenbasiertes Modell zeigt, woher die Samurai kamen, welche Schlachten sie geführt haben“, erklärt Chris Bruckmayr, der für die Konzeption mitverantwortlich ist.

Es werden sogar extra Filmaufnahmen mit Schauspielern des japanischen Noh-Theaters gemacht, die dann ins Museum projiziert werden. Die kreativen Zugänge der Solutions sind auch immer öfter bei großen Firmen wie der Voestalpine oder Rosenbauer gefragt, und auch Kulturhauptstädte wie das finnische Oulu 2026 nutzen das besondere Know-how zwischen Technologie und Kunst. Nur der Kontakt zur Kulturhauptstadt Bad Ischl 2024 ist abgebrochen - hier wäre das Prestigeprojekt „Hallstatt verschwindet“ mit einem geschätzten Budget von 165.000 Euro geplant gewesen...

Jasmin Gaderer
Jasmin Gaderer
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Donnerstag, 09. Dezember 2021
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