07.11.2021 19:32 |

Rom diskutiert über 2G

Experte: „Lockdown für Ungeimpfte problematisch“

Die ab Montag in Österreich geltende 2G-Regelung in den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weckt auch in Italien Diskussionen. Der Präsident von Italiens Oberstem Richterrat, Franco Locatelli, der die italienische Regierung in Sachen Coronavirus berät, hält einen „Lockdown für Nicht-Geimpfte“ für nicht durchführbar in seinem Land, wie er am Sonntag in einem TV-Interview sagte.

„Ein Lockdown (nur) für Nicht-Geimpfte, wäre sowohl vom operativen Standpunkt, als auch in Sachen Vereinbarkeit mit den Verfassungsprinzipien problematisch. Ich glaube nicht, dass dies eine Lösung für Italien sein könnte“, betonte Locatelli.

Die Regierung und die Experten beobachten kritisch die anhaltenden Demonstrationen gegen die 3G-Regel in Italien. „Diese Demonstrationen sind schwer zu begreifen und nahezu ungerechtfertigt, vor allem, wenn sie zu Ausschreitungen führen, die sie manchmal geprägt haben“, erklärte Locatelli.

Proteste gegen Grünen Pass
Tausende Menschen waren am Samstag in Triest und Mailand erneut auf die Straße gegangen, um gegen den Grünen Pass zu protestieren. In Triest kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Personen, die auf der Piazza dell‘Unitá protestieren wollten. Für den Hauptplatz gilt jedoch ein Demonstrationsverbot.

18 Demonstranten wurden angezeigt, sechs weitere wurden angewiesen, die Stadt sofort zu verlassen, teilte die Polizei mit. Bei einer ähnlichen Protestkundgebung in Mailand wurden elf Personen angezeigt, 115 Demonstranten wurden von der Polizei identifiziert. Die Demonstrationen gegen den Grünen Pass, die in Mailand in der 16. Woche infolge stattfanden, sind den Geschäftsleuten im Stadtzentrum ein Dorn im Auge. Sie beklagen hohe Verluste an den für Einkäufe wichtigen Samstagnachmittagen.

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