03.11.2021 20:30 |

Vollständig geimpft

Klimagipfel: Politiker positiv auf Corona getestet

Der Bürgermeister der US-Metropole Los Angeles, Eric Garcetti, ist während seiner Teilnahme an der UNO-Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Er fühlt sich gut und ist zur Selbstisolation in seinem Hotelzimmer“, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung seines Büros auf Twitter. Er sei vollständig geimpft.

Garcetti hatte noch in der Früh an einem Empfang mit mehr als 40 Menschen teilgenommen. Dabei waren auch der britische Premierminister Boris Johnson und Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon anwesend.

Wird Klimagipfel zu Corona-Treiber?
Unterdessen sorgte sich eine schottische Gesundheitsexpertin aufgrund von großen Menschenmassen, dichtem Gedränge und langen Warteschlangen beim Klimagipfel um ein mögliches Ansteckungsrisiko der Teilnehmer mit dem Coronavirus. „Das ist wirklich besorgniserregend, ich beobachte all das sehr ängstlich, weil ich weiß, wie fragil die Situation ist“, sagte die Forscherin Devi Sridhar von der Universität Edinburgh am Mittwoch in einem BBC-Interview.

Bei der Weltklimakonferenz mit mehr als 28.000 Delegierten, Beobachtern und Journalisten waren in den vergangenen Tagen am Einlass sehr lange Warteschlangen entstanden. Die Teilnehmer wurden teils im Zick-Zack-Kurs bis zu den Sicherheitsschleusen geführt. Zeitweise habe es über eine Stunde gedauert, um ins Konferenzzentrum zu gelangen, berichteten Teilnehmer.

Täglich negativer Schnelltest verlangt
Am Einlass des Zentrums muss täglich ein negativer Corona-Schnelltest vorlegt werden. Im Vorfeld hatte der Gastgeber zudem eine vollständige Impfung empfohlen. Gesundheitsexpertin Sridhar sprach in dem Interview jedoch vom „schlechtesten Timing jemals“ für ein solches Treffen in einer Pandemie, erkannte aber die Dringlichkeit angesichts der drohenden Klimakatastrophe an.

Auch der schottische Gesundheitsminister Humza Yousaf räumte ein, die Konferenz stelle ein Covid-19-Risiko dar. Es bestehe die Gefahr, dass sich das Virus von den Delegierten aus auf die lokale Bevölkerung ausweite. Es gebe bereits erste Anzeichen, dass die Zahlen wieder steigen könnten. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen lag in Großbritannien zuletzt bei 416 (Stand: 28. Oktober), in Schottland mit 329 etwas unter dem Durchschnitt.

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