18.10.2021 14:27 |

Streit um Botschafter

Russland schließt Vertretung bei der NATO

Die Regierung in Moskau will als Reaktion auf die Aberkennung der Akkreditierung von mehreren russischen Botschaftern nun die ständige Vertretung Russlands bei der NATO schließen. Auch die Vertretung der Militärallianz in Moskau werde ab November seine Arbeit beenden.

Das Verteidigungsbündnis hatte vor Kurzem acht russischen Diplomaten ihre Akkreditierung entzogen, weil sie als Mitglieder der russischen Vertretung bei der NATO auch für den Geheimdienst gearbeitet haben sollen. Beschlossen wurde zudem, die Maximalgröße der russischen Mission zu reduzieren. Statt 20 dürften künftig nur noch zehn Personen akkreditiert sein.

NATO will Dialog nicht abbrechen
„Wir müssen handeln, wenn wir sehen, dass Mitglieder der russischen Delegation bei der NATO Aktivitäten durchführen, die nicht ihrer Akkreditierung entsprechen“, erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Vorwoche und bezeichnete die Beziehungen zu Moskau als so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Zugleich betonte der Norweger, dass die NATO trotz des Vorfalls am Dialog mit Moskau festhalten wolle. Man stehe bereit, eine Sitzung des NATO-Russland-Rates einzuberufen, sagte Stoltenberg.

Doch diesen Worten scheint man in Russland keinen Glauben zu schenken. „Die NATO ist weder an einem gleichberechtigten Dialog noch an einer Zusammenarbeit interessiert“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Montag. In dringenden Fällen könne sich das Militärbündnis an den russischen Botschafter in Belgien wenden.

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