„Krone“-Sportchef Peter Frauneder schreibt in seiner Kolumne „Stopplicht“ über den ÖFB und die Teamchef-Frage.
Jetzt sind sie also endgültig gestellt, die Weichen in Sport-Österreich. Nach der Ski-Präsidentin Roswitha Stadlober steht seit gestern mit Gerhard Milletich auch der neue Boss des Fußballbundes unwiderruflich fest.
Aber zu beneiden ist der 65-jährige Unternehmer aus dem Burgenland keineswegs. Zumindest um seine Start-Aufgaben nicht. Schließlich werdendie Teamchef-Diskussionen in den ersten Wochen seiner Amtszeit stets lästiger Begleiter sein.
Wohl auch deshalb legte er sich bereits gestern darauf fest, dass Franco Foda zumindest bis Jahresende bleibt. Wobei das zweifelsohne auch finanzielle Gründe hat, weil eine vorzeitige Ablöse einiges an Geld kosten würde. Schließlich müsste man den alten Teamchef, Foda eben, weiter bezahlen und zusätzlich den neuen. Wer immer das auch sein möge.
Aber so und so stellt sich eine brennende Frage: Was geschieht zu Jahresbeginn 2022 - kurz bevor es dann endgültig um die Qualifikation für die nächste WM geht? Die für Österreich trotz des fix verpassten zweiten Gruppenplatzes wegen der über die Nations League fixierten Teilnahme an den Play-offs im März theoretisch immer noch möglich ist.
Allerdings könnten dort Gegner warten, die für eine nahezu unlösbare Aufgabe sorgen. Womit ein neuer Teamchef gleich zu Beginn seiner Ära mit zahlreichen Negativ-Schlagzeilen konfrontiert wäre: Wer soll sich das also dann antun?
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