14.10.2021 15:00 |

Bis 2050

Der Energieverbrauch muss um 37 Prozent runter!

Tirol will bekanntlich 2050 energieautonom sein. Das klingt gut. Doch wie soll es gelingen? Nun wurden vom Land zumindest konkrete Zielvorgaben festgeschrieben. Klar ist, dass es ohne Energieeinsparung nicht gehen wird. 37 Prozent Reduktion lautet das überaus ambitionierte Ziel. Erreicht werden soll es vor allem mit dem Auto.

Die Rechnung des Landes fürs Energiesparen basiert auf sehr vielen noch sehr theoretischen Annahmen. „Wir gehen davon aus, dass der Energiebedarf im Sektor Verkehr bis 2030 sogar noch geringfügig steigen und erst dann mit zunehmenden Zulassungszahlen von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen oder Fahrzeugen mit Wasserstoff-Technologie zu einer signifikanten Einsparung führen wird“, erläutert Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer der „Wasser Tirol“.

Ausstieg aus Öl und Gas
Im Land ist man zuversichtlich, dass eine emissionsfreie Mobilität bis 2050 machbar ist und der Energiebedarf in diesem Sektor um 65 Prozent sinkt. Der Ausstieg aus Öl und Gas fürs Heizen ist der zweite große Brocken. Derzeit werden etwa noch 60.000 der rund 185.000 Gebäude in Tirol mit Öl beheizt. In Zukunft sollen das Wärmepumpen, Fernwärme und Holz leisten. Auch von der Wirtschaft erhofft man weitere Investitionen in energiesparende Systeme.

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Wir wollen in Tirol keine Nettoimporteure erneuerbarer Energie sein.

LHStv. Josef Geisler

Ausbau bei Wasserkraft, Biogas, Sonnenenergie
Die zweite Zielvorgabe bezieht sich auf die Energiegewinnung. Heimische erneuerbare Energiequellen sollen um 72 Prozent ausgebaut werden. „Wir wollen in Tirol keine Nettoimporteure erneuerbarer Energie sein“, betont LHStv. Josef Geisler. Derzeit können mit erneuerbarer Energie 43 Prozent des Bedarfs gedeckt werden. Um auf 100 Prozent zu kommen, sei der Ausbau der Wasserkraft unverzichtbar.

„Zwei Drittel der künftig benötigten Energie entfallen auf Strom. Und dieser wird in Tirol in erster Linie aus Wasserkraft und Sonnenenergie kommen. Derzeit liegt Strom im Energiemix bei rund einem Viertel“, stellt Geisler gegenüber und drängt auf die Umsetzung der bekannten Kraftwerkspläne. Die Energieproduktion aus Fotovoltaik soll bis 2050 um das 40-fache steigen. Auch das ist ein ambitioniertes Ziel.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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