Optiker gibt Tipps

„Blaulicht-Filter schützt die Augen vor PC“

Wer ständig vor dem Bildschirm hängt, hat oft Probleme mit den Augen und dem Nacken. Augenoptiker-Innungsmeister Philipp Orso gibt Tipps, wie man diesen alltäglichen Teufelskreis durchbrechen kann. Schwer im Trend sind Brillengläser mit Blaulichtfilter. Damit soll die Netzhaut der Augen geschont werden.

„Krone“:Acht Stunden vor dem Bildschirm sind für Büromenschen Alltag. Müde Augen und das „klassische“ steife Genick kennt wohl jeder.
Philipp Orso: Ja, schon. Bereits nach zwei Stunden fühlen sich die Augen trocken an und brennen. Kopfweh, Probleme beim Fokussieren, Lichtempfindlichkeit – solche Symptome bekommen wir Optiker täglich von Kunden geschildert. Aber mir geht es selbst auch nicht anders, obwohl ich versuche, nie länger als zwei Stunden durchgehend am PC zu arbeiten.

Durch die Corona-Pandemie wurde es schlimmer.
Im Homeoffice haben viele Laptops mit kleineren Bildschirmen benutzt. Die Arbeitsplätze waren noch dazu oft schlecht ausgestattet und ausgeleuchtet.

Sie warnen als Optiker vor den Langzeitfolgen.
Jeder zweite Oberösterreicher ist kurzsichtig, aber von jenen, die ständig am PC arbeiten, sind es 72 Prozent.

Sie empfehlen die neuen Brillen mit Blaulichtfilter.
Zwar sind aktuellen wissenschaftlichen Studien zufolge Netzhautschäden durch das Blaulicht aus den Computerbildschirmen zum Glück unwahrscheinlich, weil das Licht nicht stark genug ist. Aber zu viel sorgt für massive Ermüdungserscheinungen. Der Blaulichtfilter verhindert, dass diese Wellenlängen das Auge erreichen. Und die Blaulichtfilter sind auch viel besser als früher. Man merkt beim Durschauen gar nicht mehr, dass die Brillengläser damit vergütet worden sind.

Was raten Sie noch?
Prinzipiell gilt: Alle zwanzig Minuten in die Ferne schauen. Das sollte man sich automatisieren. Und auch für die Freizeit gilt: Weniger Zeit mit dem Smartphone, lieber raus ins Tageslicht!

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Montag, 25. Oktober 2021
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