Vettels australischer Red-Bull-Teamkollege Mark Webber musste sich unmittelbar hinter dem spanischen Ferrari-Star Fernando Alonso mit Rang fünf begnügen. Jenson Button im McLaren wurde Sechster. Die Sauber-Piloten Sergio Perez und Kamui Kobayashi sind wegen irregulärer Heckflügel nach dem Rennen disqualifiziert worden. Dem Mexikaner Perez wurde Platz sieben aberkannt, dem Japaner Kobayashi Rang acht. Der Brasilianer Felipe Massa rückte damit im Ferrari auf Platz sieben vor, der Schweizer Toro-Rosso-Pilot Sebastien Buemi auf Rang acht. Die letzten beiden Punkteränge "erbten" die Force-India-Piloten Adrian Sutil (GER) und Paul di Resta (GBR).
Überglücklicher Vettel tritt auf die Euphoriebremse
"Das war ein fantastisches Rennen, sehr cool. Ich bin überglücklich. Wir haben viel gelernt. Merkt euch das", lautete Vettels erste Reaktion via Boxenfunk. Danach stieg der Titelverteidiger aber gleich auf die Euphoriebremse. "Die Saison ist noch sehr lang, es kann also noch sehr viel passieren. Deswegen müssen wir mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben und dürfen nicht abheben. Wir müssen Schritt für Schritt weitermachen", betonte Vettel.
Webber war dagegen sichtlich enttäuscht, gleiches galt für Alonso nach Rang vier. "Doch Ferrari kommt im Lauf der Saison sicher noch auf, das haben wir ja schon im Vorjahr gesehen", warnte Vettel davor, die berühmte Scuderia aus Maranello nach ihrem enttäuschenden Start vorzeitig abzuschreiben.
Starke Saisonstarts von Hamilton und Petrow
Glücklich waren neben dem Triumphator auch Hamilton und Petrow, die angesichts der Dominanz von Vettel wussten, dass sie das Maximum herausgeholt hatten. "Wir können sehr stolz sein mit Platz zwei. Vor zwei Wochen hätten wir nicht einmal ein Top-Fünf-Ergebnis erwartet. Das war eine große Leistung von uns", gab McLaren-Pilot Hamilton zu Protokoll.
Ähnlich fiel das Resümee von Petrow aus, nachdem er in seinem 20. Grand Prix erstmals aufs Podium gefahren war. "Wir wussten nach den Tests eigentlich nicht, wo wir stehen. Doch mit den neuen Teilen ist das Auto jetzt sehr stark geworden. Dazu haben wir alles perfekt gemacht und können deshalb sehr stolz sein", betonte der 26-jährige Russe, der sich gleich beim Start von Position sechs auf vier verbessert hatte.
Mercedes ging leer aus, nachdem sowohl Rekordweltmeister Michael Schumacher als auch sein deutscher Landsmann Nico Rosberg ausgeschieden waren.
Das Ergebnis
Rang | Name/Nation | Team | Zeit |
1. | Sebastian Vettel (GER) | Red Bull | 1:29:30,259 |
2. | Lewis Hamilton (GBR) | McLaren | +22,297 |
3. | Witali Petrow (RUS) | Lotus Renault | +30,560 |
4. | Fernando Alonso (ESP) | Ferrari | +31,772 |
5. | Mark Webber (AUS) | Red Bull | +38,171 |
6. | Jenson Button (GBR) | McLaren | +54,304 |
7. | Felipe Massa (BRA) | Ferrari | +1:25,186 |
8. | Sebastien Buemi (SUI) | Toro Rosso | +1 Runde |
9. | Adrian Sutil (GER) | Force India | +1 Runde |
10. | Paul di Resta (GBR) | Force India | +1 Runde |
11. | Jaime Alguersuari (ESP) | Toro Rosso | +1 Runde |
12. | Nick Heidfeld (GER) | Lotus Renault | +1 Runde |
13. | Jarno Trulli (ITA) | Team Lotus | +2 Runden |
14. | Jerome D'Ambrosio (BEL) | Marussia-Virgin | +4 Runden |
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