24.09.2021 12:46 |

Weiter zur Klima-Demo

Greenpeace-Aktivisten aus Wiener Rathaus abgezogen

Greenpeace hat das Rathaus - in dem die NGO seit Donnerstagfrüh einen Gang beim Bürgermeister-Büro besetzt hielt - am Freitag zu Mittag verlassen. Zuvor hatte die Organisation angekündigt, dass man um „fünf vor zwölf Uhr“ die gegen den Bau des Lobautunnels gerichtete Aktion beenden und sich der Klimastreik-Großdemo anschließen werde.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wurde zugleich noch einmal zum Dialog aufgefordert. „Nach über 24 Stunden Protest im Wiener Rathaus fordern Greenpeace-AktivistInnen Bürgermeister Michael Ludwig ein letztes Mal auf, sich den jungen Menschen in seiner Stadt zu stellen und das Dialogangebot anzunehmen. Der Bürgermeister verweigerte bislang jedes Gespräch“, hieß es in der Mitteilung. Ludwig ignoriere die Anliegen der jungen Menschen, wurde beklagt.

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Der Bürgermeister verweigerte bislang jedes Gespräch.

Ein Greenpeace-Sprecher

Vom Rathausturm waren die Aktivisten bereits etwas früher abgezogen. Das fast zehn Meter lange Banner am Westturm war wegen der immer stärkeren Windgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen abgenommen worden.

„Massiven Widerstand“ angekündigt
Greenpeace kündigt weiteren „massiven Widerstand“ gegen den Bau der Stadt- und Lobau-Autobahn an: „Die klima- und umweltzerstörerische Betoniererpolitik der SPÖ in Wien und von Michael Ludwig muss hier ein Ende finden.“ Die Organisation forderte Ludwig auf, das Projekt Stadtstraße und Lobauautobahn „endgültig zu stoppen“.

„Wenn er weiterhin an der Betoniermentalität der 70er-Jahre festhält, führt er die SPÖ ungebremst in sein ganz persönliches Hainburg und Zwentendorf“, zeigte sich Greenpeace-Programmdirektorin Sophie Lampl überzeugt. Ludwig hatte in der Landtagssitzung am Donnerstag die Besetzung kritisiert.

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