15.09.2021 16:29 |

Zu viele ungeimpft

US-Nationalgarde muss Schulbusfahrer ersetzen

Die vor Kurzem ausgeweitete Impfpflicht in den USA, die neben Angestellten bei Bundesbehörden sowie Mitarbeitern von Auftragnehmern der Regierung auch Personal von Schulen, die von der Bundesregierung kontrolliert werden, erfasst, führt nun in einigen Bereichen zu ersten Engpässen. Im Bundesstaat Massachusetts musste die Nationalgarde ausrücken, um die Aufgaben von nicht geimpften Busfahrern zu übernehmen.

In der Metropole Boston fehlen laut einem Bericht des lokalen TV-Senders 7News zwischen 40 und 60 Lenkern. Eltern seien bereits verständigt worden, dass es zu Schulbeginn zu zahlreichen Verspätungen kommen könnte. Aus dem Büro von Bürgermeisterin Kim Janey heißt es, dass der Mangel unter anderem auch an die niedrige Impfquote unter den Chauffeuren zurückzuführen sei. Andererseits hätten mehrere Busfahrer Angst vor ungeimpften Kollegen und erschienen nicht zur Arbeit. Allerdings kämpfen viele Schulbezirke seit Jahren mit einem Mangel an Busfahrern. Die Pandemie und die Impfpflicht haben die Situation verschärft.

250 Soldaten für Assistenzeinsatz abgestellt
Gouverneur Charlie Baker hat vorerst 250 Soldaten der Nationalgarde für diesen Assistenzeinsatz abgestellt. Diese müssen eine ähnliche Ausbildung absolvieren wie zivile Buslenker. Wie lange der Einsatz der Truppe dauern soll, ist noch nicht bekannt. Allerdings wird betont, dass die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft der Nationalgarde nicht beeinträchtigt sei.

Laut der Nachrichtenseite axios.com gibt es ähnliche Probleme auch in zahlreichen anderen Schulbezirken des Landes. Laut einer Umfrage von HopSkipDrive, einem Busfahrtunternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien, haben 81 Prozent der Schulbezirke „Schwierigkeiten, eine adäquate Anzahl an Fahrern einzustellen“. Mancherorts versucht man nun mit höheren Einstiegsgehältern Interessenten anzulocken.

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