05.09.2021 12:32 |

Was steckt dahinter?

„Bild“: Leere Seite statt Interview mit Baerbock

Die deutsche „Bild am Sonntag“ hat eine weitgehend leere Seite veröffentlicht, auf der ein Interview mit Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hätte stehen sollen. „Das ist Ihre Seite, Frau Baerbock!“ stand darüber. Und weiter: „Die Kanzlerkandidatin der Grünen hätte hier erklären können, wie sie nach der Bundestagswahl regieren will, wie sie tickt, welche Werte sie prägen.“

Nach wochenlangem Zögern habe Baerbock ein Interview abgelehnt, weil sich kein Termin habe finden lassen, begründete die Zeitung die ungewöhnliche Veröffentlichung.

Eine Grünen-Sprecherin teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit: „Es gibt eine Vielzahl von Anfragen. Leider lassen sich aus Termingründen nicht alle bedienen.“

Baerbock: Erste Grünen-Spitzenkandidatin pfeift auf „Bild“-Interview
Als Fußnote schrieb die „Bild am Sonntag“ auf den unteren Rand der Seite, dass Baerbock die erste Grünen-Spitzenkandidatin sei, die vor einer Bundestagswahl keine Zeit für ein Interview mit der Zeitung habe. In der Vergangenheit hätten sich Joschka Fischer, Renate Künast, Jürgen Trittin, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir die Zeit für ein Interview genommen.

Umfrage: SPD baut Vorsprung auf Union aus
Drei Wochen vor der Bundestagswahl in Deutschland hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz laut einer Umfrage für die „Bild“ ihren Vorsprung auf die konservativen Unionsparteien ausgebaut. Die Sozialdemokraten gewannen demnach gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und liegen nun bei 25 Prozent. CDU und CSU kommen mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet gemeinsam auf 20 Prozent, ein Punkt weniger als vor einer Woche.

Auf dem dritten Platz büßen die Grünen von Baerbock laut dem Umfrageinstitut INSA einen Punkt ein und liegen nun bei 16 Prozent - gefolgt von der liberalen FDP, die unverändert auf 13 Prozent kommt. Jeweils einen Punkt zulegen können laut den INSA-Meinungsforschern die AfD mit zwölf und die Linke mit sieben Prozent. Die sonstigen Parteien kommen gemeinsam auf sieben Prozent.

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