Im 13. Pflichtspiel binnen 44 Tagen musste Rapid gestern Federn lassen und sich mit dem Punkt zufrieden geben. Trainer Kühbauer nahm sein Team in Schutz. Neuzugang Marco Grüll ist in Topform, seine Trefferquote ist beeindruckend.
Die Gefühlslage nach dem Remis im Derby war bei Rapid eine zwiespältige: „Es ist für uns nur ein 1:1, es war aber klar zu erkennen, dass wir zuletzt viele Kräfte gelassen haben“, meinte Torhüter Paul Gartler. Marco Grüll pflichtete ihm bei: „Im Endeffekt kann die Austria mit dem Punkt besser leben als wir. Zweite Hälfte war es ein wenig besser von uns, mit jedoch wenig Chancen.“
Nach sechs englischen Wochen in Folge fehlte es den Hütteldorfern auch an der Kraft – für Trainer Didi Kühbauer eine logische Folge: „Wir bewegten uns am absoluten Limit, nach dem dichten Programm muss ich die Mannschaft in Schutz nehmen. Meine Spieler sind nur Menschen, keine Maschinen. Da wird mich jeder verstehen. Sollte mich jemand nicht verstehen, ist er mir herzlich wurscht.“
Der Einzug in die Gruppenphase der Europa League hinterlässt seine Spuren in der Liga: Rapid holte aus den ersten sechs Spielen nur acht Punkte, als Vierter fehlen bereits zehn Punkte auf Salzburg.
Siebentes Grüll-Tor
Grüll prolongierte in seinem ersten Wiener Derby seinen Lauf: Im 13. Pflichtspiel für Rapid erzielte er seinen siebenten Treffer, in den letzten fünf Partien hat der 23-Jährige stets getroffen: „Wir kommen zu vielen Chancen, da trifft es sich leichter“, lachte der Flügelspieler auch über sein gestriges 1:1: „Als Kopfball-Ungeheuer war ich bislang nicht bekannt.“
Dienstag endet die Transferzeit, ein Flügelspieler soll noch kommen: Nun taucht auch der Name Sascha Horvath (Hartberg) in der Gerüchteküche auf.C. Reichel
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