Schwimm-Abschluss

US-Ass Dressel mit fünfmal Gold überragend

Olympia
01.08.2021 09:53
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der US-Amerikaner Caeleb Dressel ist wie erwartet der erfolgreichste Schwimmer der Olympischen Sommerspiele in Tokio. In der letzten Finalsession im Aquatics Centre sicherte sich der 24-Jährige am Sonntag über 50 m Kraul und mit der US-Lagenstaffel der Männer seine Goldmedaillen vier und fünf. Davor hatte er im Wochenverlauf über 100 m Kraul, 100 m Delfin sowie mit der kurzen Kraulstaffel triumphiert. In der Mixed-Staffel wurde er mit den USA lediglich Fünfter.

In 21,07 Sekunden und mit dem für einen Sprint beachtlichen Vorsprung von 0,48 Sekunden auf den zweitplatzierten Florent Manaudou spielte Dressel in der kürzesten Langbahn-Entscheidung seine Klasse aus. Dahinter ging es eng zu. Zwei Hundertstel hinter dem Franzosen war Bronze des Brasilianers Bruno Fratus nur durch drei Hundertstel abgesichert. In der Staffel zum Abschluss der Session siegte Dressel als Delfinschwimmer mit Ryan Murphy, Michael Andrew und Zach Apple in Weltrekordzeit von 3:26,78.

Mit 49,03 Sekunden lieferte Dressel den schnellsten Delfin-Split der Geschichte, am Vortag hatte er in der Einzel-Entscheidung über diese Strecke in 49,45 Sekunden seinen Weltrekord um 0,05 Sekunden verbessert. Der ungarische 200-m-Sieger Kristof Milak hatte sich da mit seinem Europarekord 49,68 zum zweitschnellsten 100-m-Delfin-Athleten überhaupt gekürt. Einen Europarekord gab es auch in der Staffel für die zweitplatzierten Briten in 3:27,51 Minuten, Bronze ging in 3:29,17 etwas unerwartet an Italien.

„Ich bin ziemlich stolz auf mich, habe mein Potenzial ausgeschöpft“, resümierte Dressel. „Es hat Spaß gemacht. Ich kann mir einmal auf die Schulter klopfen, aber dann muss ich schon wieder vorwärts schauen. Jetzt geht es aber einmal in eine Pause vom Schwimmen, die brauche ich jetzt.“

Sind die US-Männer in der Lagenstaffel bei 15 Olympia-Siegen damit weiter unbesiegt, landeten die US-Frauen bei ebenfalls 15 Austragungen neben zehn Titelgewinnen zum fünften Mal auf dem Silber-Rang. US-Kraulerin Abbey Weitzeil war zwar mit 0,25 Sekunden Vorsprung in ihren Part gegangen, musste die Australierin Cate Campbell aber noch um 0,13 Sekunden passieren lassen. Nach Kaylee McKeown, Chelsea Hodges und Emma McKeon schlug Campbell nach 3:51,60 Minuten an. Bronze ging an Kanada (3.52,60).

McKeon hatte eine knappe Stunde davor auch über 50 m Kraul triumphiert, sie führte in 23,81 Sekunden ein Podium von drei 27-Jährigen an. Die Schwedin Sarah Sjöström hatte 0,26 und die Dänin Pernille Blume 0,40 Sekunden Rückstand. McKeon bilanzierte mit viermal Gold und dreimal Bronze und ist damit die erfolgreichste Australierin bei einer Olympia-Austragung. „Das ist ziemlich surreal für mich. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich in einer Session zwei Goldmedaillen gewinnen kann.“

Auch durch das 1500-m-Gold in der letzten Einzel-Entscheidung durch Robert Finke gewannen die USA die Medaillenwertung der Schwimmbewerbe mit elfmal Gold, zehnmal Silber und neunmal Bronze. Die Australier kamen mit 9/3/8 allerdings recht nahe, Platz drei ging mit 4/3/1 an Großbritannien. Zehn Länder holten bei 35 Entscheidungen zumindest eine Goldmedaille, 21 zumindest einen Podestplatz. Über 400 m Kraul fehlten Felix Auböck 0,13 Sekunden, sonst wäre auch Österreich inkludiert gewesen.

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